Ist das wichtig?
Inflation bei 3,7 Prozent: Stockers 2-1-0-Spruch ist gescheitert
- hochgeladen von Georg Renner
Die Inflation ist im Mai auf 3,7 Prozent gestiegen – fast das Doppelte der zwei Prozent, die sich Kanzler Christian Stocker mit seiner „2-1-0-Formel" vorgenommen hat. Wir schauen, warum die Teuerung wieder anzieht, was das kurz erreichte 2-Prozent-Ziel wirklich wert war und wie uns das alle im Geldbörsel trifft. Politik für Einsteiger, in sieben Fragen.
Wollt Ihr mehr wissen?
- Statistik Austria, Schnellschätzung Inflation Mai 2026 (3,7 %):
https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2026/06/20260602VPIFlashEstimateMai2026.pdf - ORF: Hintergrund zur „2-1-0-Formel" und zur Regierungsklausur (September 2025):
https://orf.at/stories/3403890/ - Bundeskanzleramt: Stocker erklärt das 2-Prozent-Inflationsziel für erreicht (3. März 2026):
https://www.bundeskanzleramt.gv.at/bundeskanzleramt/nachrichten-der-bundesregierung/2026/03/oesterreich-befindet-sich-in-einer-klar-besseren-situation-als-vor-einem-jahr.html - Unsere Folge vom 4. Februar 2026: Die beste Nachricht des Jahres bisher:
https://istdaswichtig.simplecast.com/episodes/die-beste-nachricht-des-jahres-bisher - Mein WZ-Newsletter zur Mehrwertsteuer-Senkung:
https://www.wienerzeitung.at/a/weniger-mehr-wert-fuer-wen
Transkript
Hi, grüß euch, herzlich willkommen bei „Ist das wichtig?" vom 2. Juni. Viele spannende Nachrichten heute. Der Bund, also die Republik Österreich, hat angekündigt, bis 2029 sechs Prozent aller Jobs in der Bundesverwaltung streichen zu wollen – das sind 2.600 Stellen, die da betroffen sind. Und auch die Wirtschaftskammer hat ein Personalabbau-Programm angekündigt und will jeden vierten Job auf ihrer Bundesebene streichen. Also viele Jobs, die da verloren gehen oder zumindest nicht nachbesetzt werden sollen. Spannende Entwicklungen, die natürlich alle mit Geld zu tun haben, mit dem Budget, um das es in den nächsten Tagen und Wochen ohnehin noch ausführlich gehen wird.
Heute möchte ich aber ausführlich über eine Zahl sprechen, die uns alle noch viel unmittelbarer betrifft und die auch mit einem politischen Versprechen zu tun hat. Die Statistik Austria hat heute nämlich ihre Schnellschätzung für die Inflation im Mai veröffentlicht, also die Frage, um wie viel unser Geld weniger wert geworden ist im Vergleich zum Mai 2025. Und diese Inflationsrate liegt bei 3,7 Prozent. Das ist deutlich mehr, als sich die Bundesregierung vorgenommen hat. Und da möchte ich ein bisschen anknüpfen: Bundeskanzler Christian Stocker von der ÖVP hat ja die sogenannte 2-1-0-Formel ausgegeben, die unter anderem auf diese Inflation abzielt – und aus der jetzt nichts zu werden scheint. Warum das so ist und wie uns das alle unmittelbar betrifft, darüber reden wir in den nächsten paar Minuten mit unseren üblichen sieben Fragen.
Mein Name ist Georg Renner, ich bin seit 18 Jahren politischer Journalist, und das hier ist „Ist das wichtig?" – Politik für Einsteiger. Ein Podcast, in dem wir aktuelle politische Entwicklungen so besprechen, dass man sie auch nebenbei gut verstehen kann. Und wie immer: Ich freue mich über euer Feedback unter podcast@istdaswichtig.at, über meine Social-Media-Kanäle oder auch gerne über die WhatsApp-Nummer in den Shownotes. Und jetzt los mit der heutigen Folge.
Also Georg, was ist passiert?
Die Statistik Austria, die in Österreich unter vielen anderen Aufgaben die Inflation misst, also die Teuerung, hat heute ihre monatliche Schnellschätzung herausgegeben – eine schnelle Rechnung, die aber meistens ziemlich nah an der echten Inflationsrate liegt. Im Mai sind die Preise im Schnitt 3,7 Prozent über jenen vom Mai des Vorjahres gelegen. Damit ist die Teuerung gegenüber April – da waren es 3,4 Prozent – schon wieder ein Stück angestiegen. Unser Geld hat also wieder ein bisschen schneller an Wert verloren, und die Inflation liegt fast wieder dort, wo sie im Dezember war, nämlich bei 3,8 Prozent.
Was Inflation ist und wie dieser Verbraucherpreisindex, der das misst, zustande kommt, das haben wir Anfang Februar schon ausführlich besprochen – ich verlinke euch die Folge vom 4. Februar, wir müssen das nicht alles wiederholen. Ganz kurz gefasst: Es geht im Wesentlichen darum, um wie viel die Preise von Produkten, die wir regelmäßig einkaufen oder im täglichen Leben brauchen, im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind – vom Einkauf im Supermarkt über Dienstleistungen wie Friseur oder Mechaniker bis hin zu Miete und Treibstoffkosten. Und das heißt: Wenn unser Einkommen gleich bleibt, können wir uns um dasselbe Geld im Vergleich zum Mai des Vorjahres 3,7 Prozent weniger von diesen schönen Sachen leisten.
Wichtig ist, die Richtung im Kopf zu behalten: Diese Inflation steigt wieder. Der Treiber ist derselbe wie eigentlich schon das ganze Jahr, die Dienstleistungen. Die sind im Mai um 4,4 Prozent teurer geworden – also alles, was quasi Arbeit von Menschen für Menschen ist: die Arbeit im Restaurant, die im Wesentlichen aus den Leistungen von Köchen und Kellnerinnen besteht, beim Friseur, beim Handwerker. Und diesmal ist noch ein ordentlicher Schub bei den Kosten für Flugtickets dazugekommen.
Das Ganze ist natürlich politisch hochrelevant, und zwar nicht nur, weil es die Politik bei ihren Finanzplanungen betrifft. Wenn Geld weniger wert wird, heißt das auch, dass der Staat mehr Geld für dieselben Leistungen ausgeben muss. Er muss zum Beispiel seinen öffentlich Bediensteten mehr zahlen, wenn deren Gehälter mit der Inflation mitsteigen. Wenn der Staat irgendetwas einkauft, muss er auch mehr dafür bezahlen, und so weiter.
Und andererseits hat die Politik immer das Ziel, die Inflation möglichst niedrig zu halten. Dieses Ziel liegt schon seit Jahrzehnten irgendwo um die zwei Prozent. Gar keine Inflation wäre für die Märkte auch nicht gut, weil das für uns Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer schlecht wäre – für alle, die Schulden haben, wie zum Beispiel auch der Staat, ist es ja relativ angenehm, wenn die Schulden von Jahr zu Jahr ein bisschen weniger wert werden. Aber zu hoch soll die Inflation eben auch nicht sein, weil sie ein starker Treiber für Unzufriedenheit in der Bevölkerung ist. Wenn ich merke, dass ich mir um mein Geld immer weniger leisten kann, werde ich unglücklich und komme am Ende auf die Idee, nicht mehr die Politikerinnen und Politiker der Regierung zu wählen.
Bundeskanzler Christian Stocker von der ÖVP hat im Vorjahr seine griffige, PR-mäßige Formel 2-1-0 ausgegeben. Er sagt immer, das stehe für zwei Prozent Inflation, die er heuer, 2026, erreichen wollte, ein Prozent Wirtschaftswachstum und null Toleranz für Menschen, die gegen unsere Werte verstoßen. Das Ganze ist eine PR-Formel, ihr müsst sie euch nicht merken. Worum es hier geht: Bei der Inflation, bei diesen zwei Prozent, wird Österreich diesen Wert realistischerweise nicht mehr schaffen. Wenn schon im Mai die Inflation bei 3,7 Prozent liegt, Tendenz steigend, dann ist es völlig illusorisch, dass sich das dieses Jahr noch auf zwei Prozent ausgehen sollte. Im Jänner hatten wir kurz tatsächlich diesen Wert, 2,0 Prozent. Stocker hat das Ziel im Frühjahr schon für erreicht erklärt – und seither geht es von Monat zu Monat wieder hinauf, über drei Prozent im Frühjahr und jetzt eben 3,7 Prozent. Das ist fast das Doppelte dessen, was Stocker sich vorgenommen hat.
Und wer sind die alle?
Die Statistik Austria, die diesen Wert feststellt, ist die Statistische Bundesanstalt – also jene Institution in Österreich, die für die Institutionen des Staates arbeitet, formal dem Bundeskanzleramt nachgeordnet ist, aber eine sehr nüchterne, saubere Arbeit macht. Sie ist für alles Zahlenmäßige in Österreich verantwortlich: Zahlen zu erfassen, zu interpretieren und uns Bürgerinnen und Bürgern und vor allem den politischen Entscheidungsträgern aufzubereiten. Sie erfasst alles von der Volkszählung – also davon, wie viele Menschen derzeit in Österreich leben und wie sie sich auf die Bundesländer aufteilen – über Wirtschaftswachstum, landwirtschaftliche Produktion und Industrieproduktion bis zu ganz vielen weiteren Statistiken. Und eine ihrer wichtigsten Funktionen ist eben die Inflationsmessung.
Die Statistik Austria stellt gemeinsam mit Ökonominnen und Ökonomen einen Warenkorb zusammen, mit Gütern, die der Durchschnittsösterreicher jedes Jahr braucht, und damit, wie oft er sie braucht. Da sind alltägliche Lebensmitteleinkäufe dabei, die Miete und so weiter. Und aus der Teuerung dieser einzelnen Artikel und Dienstleistungen, die in diesem fiktiven Warenkorb drin sind, errechnet sie dann, wie viel das im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden ist. Das ist der Job der Statistik Austria, und das weist sie Monat für Monat aus, kurz nach Monatsbeginn jetzt eben in Form einer solchen Schnellschätzung und gegen Ende des Monats dann mit dem endgültigen Inflationswert.
Wichtig ist: Die Statistik Austria gehört formal zwar zum Verwaltungsapparat der Republik, ist aber ausgegliedert und unabhängig gestellt. Das heißt, die Regierung kann ihr nicht einfach sagen: „So, ihr sagt jetzt, die Inflation liegt bei 2,0 Prozent." Nein, die machen unabhängige, nüchterne, neutrale Arbeit – egal, ob das denen in der Regierung gefällt oder nicht.
Spannender ist die Funktion der Regierung selbst. Wir haben ja derzeit eine Regierung aus drei Parteien: ÖVP, SPÖ und NEOS, die bei der letzten Nationalratswahl 2024 so viele Stimmen bekommen haben, dass sie gemeinsam im wichtigeren Teil unseres Parlaments, dem Nationalrat, eine Mehrheit haben und damit Gesetze beschließen können – entscheiden können, welche Regeln in Österreich gelten, wofür Österreich Geld ausgibt, wo es einspart, wo es Steuern erhöht und so weiter. Diese drei Parteien haben sich voriges Jahr zusammengetan und gesagt: „Wir wollen Österreich gemeinsam regieren", haben sich ein gemeinsames Programm vorgenommen und sich unter anderem dieses Ziel gesetzt, die Inflation bei zwei Prozent oder darunter zu halten.
Und der große Haken ist: Die österreichische Bundesregierung kann nicht alleine entscheiden, wie hoch die Inflation ist. Inflation ist ein sehr komplexer Prozess, dieser Wertverlust unseres Geldes, den man zwar messen, aber nicht direkt beeinflussen kann. Und deswegen war es, finde ich, sehr mutig von Christian Stocker, dass er gesagt hat: „2-1-0", also zwei Prozent Inflation, ein Prozent Wirtschaftswachstum und null Toleranz – weil er das einfach nicht direkt entscheiden kann. Es gibt kein einzelnes Gesetz, das die Regierung verabschieden könnte, mit dem sie sagt: „Okay, die Teuerung in Österreich darf maximal zwei Prozent betragen." Der Staat kann einzelne Faktoren beitragen, zum Beispiel kann er bestimmte Steuern senken, wie es die Regierung jetzt im Juli mit der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel machen wird. Das macht die Lebensmittel billiger, und dadurch sinkt die Inflation ein wenig. Aber die gesamte Teuerung kann der Staat nicht einfach kontrollieren.
Das bräuchte enorm viel Geld, das der Staat selbst zu besten Zeiten nicht hat. Und wir haben nicht die besten Zeiten. Der Staat muss sparen, gibt zu viel aus, nimmt zu wenig ein. Das heißt, die Inflation läuft im Endeffekt weiter. Und das ist für die Bundesregierung insofern schlecht, als hohe Inflation, wie gesagt, eher schlechte Stimmung macht.
Und warum diskutieren die da darüber?
Naja, weil die Frage, wer die Inflation senken kann und wie man das überhaupt macht, hochpolitisch ist.
Wie gesagt, Anfang Februar, als die Teuerung bei 2,0 Prozent lag, also genau dort, wo der Kanzler hinwollte, hat sich die Regierung abgefeiert. Ich habe damals schon gesagt: Vorsicht. Der Großteil dieses Rückgangs war kein unmittelbarer Verdienst der Bundesregierung, sondern ein statistischer Effekt – der sogenannte Basiseffekt beim Strom. Eine Strompreisbremse war ein Jahr davor ausgelaufen, wodurch die Preise Anfang 2025 hochgeschnalzt sind und die Inflation für dieses eine Jahr quasi künstlich hochgetrieben haben. Damit war es völlig logisch, dass im Jänner die Inflation sinken würde. Da braucht sich die Regierung gar nicht groß abzufeiern, haben wir schon damals gesagt – dieser Sprung war im Wesentlichen eine künstliche Erscheinung.
Wer da auch noch hineinspielt, ist der derzeitige US-Präsident Donald Trump. Ein großer Teil der Preissteigerungen der letzten Monate geht auf den Irankrieg zurück, also diesen Krieg, den die USA gegen den Iran angefangen haben, woraufhin der Iran die Straße von Hormus gesperrt hat, eine der wichtigsten Treibstoffhandelsrouten der Welt. Dadurch ist Treibstoff in der ganzen Welt teurer geworden. Und das schlägt auch auf unsere Inflationsrate durch, weil – haben wir in den letzten Wochen auch schon ausführlich besprochen – Treibstoffpreise praktisch überall drinstecken. Lebensmittel kommen nicht von selbst in den Supermarkt, sondern mit dem Lkw, der Diesel braucht, und so weiter. Diese Treibstoff- und Energiepreise stecken einfach überall drin, und sie sind einer der wichtigeren Treiber der Teuerung.
Und das heißt: Donald Trump hat im Wesentlichen diese 2-1-0-Formel von Kanzler Stocker, die immer schon eine sehr gewagte Ansage war, zerschossen.
Okay, und wie betrifft das uns?
Direkt – weil diese 3,7 Prozent Teuerung heißen, dass unser Leben im Schnitt tatsächlich spürbar teurer ist als vor einem Jahr. Wer oft oder gern fliegt, gerade in den Urlaub plant, merkt das bei den Ticketpreisen; wer essen geht oder öfter Handwerker braucht, bei den Dienstleistungen.
Es hat aber auch eine zweite Ebene. Die Inflation ist die Messlatte in vielen anderen Bereichen: bei den Mieten, die in der Regel zumindest zu einem Teil mit der Inflation mitsteigen, bei den Löhnen, die kollektivvertraglich oft auf Basis der Inflation erhöht werden, und bei den Pensionen – ganz großes Thema.
Wir haben das erst unlängst besprochen, dass die Pensionen mit 2,95 Prozent erhöht werden, und zwar deutlich unter der laufenden Teuerung. Wenn die Inflation jetzt weiter Richtung vier Prozent geht, heißt das konkret: Die Kaufkraft vieler Menschen wächst langsamer, als die Preise steigen. Eine echte Entlastung wird es dann nicht geben, weil die Preise jetzt steigen und zum Beispiel die Pensionen langsamer.
Das heißt, wir verlieren nicht nur unser Geld an Wert, sondern wir haben im Vergleich zu diesem Inflationswert auch weniger Geld in der Tasche. Und das betrifft uns letzten Endes alle. Wir können uns schlicht weniger leisten. Die Inflation frisst einen Teil unseres beträchtlichen Wohlstands auf.
Und ist das schon fix?
Naja, das ist immer erst eine Momentaufnahme im Nachhinein. Diese 3,7 Prozent sind grundsätzlich fix. Aber dieser allgemeine Warenkorb, der Verbraucherpreisindex, den die Statistik Austria da errechnet, stellt natürlich auf den Verbrauch des Durchschnittsbürgers ab.
Wer selber weniger Treibstoff braucht, weil er beispielsweise ein Elektroauto hat oder den Großteil seiner Wege mit dem Rad zurücklegt, ist von der Steigerung bei den Treibstoffpreisen nicht so betroffen. Es wird sogar einige Leute geben, deren Leben in den letzten Monaten ein bisschen billiger geworden ist – die Preise bei den Lebensmitteln haben zuletzt ein bisschen nachgegeben, sie sind im Vergleich zum Vorjahr günstiger geworden. Das ist ein sehr seltener Fall, gibt es aber auch. Im Durchschnitt aber treffen uns diese 3,7 Prozent Geldentwertung einfach alle.
Also ja, das ist fix, und es lässt sich nicht umkehren. Man kann nur politische Maßnahmen setzen, die gegensteuern. Ironischerweise trifft die teuerste Maßnahme, die die Regierung da zuletzt gesetzt hat – die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel –, vor allem Lebensmittel, die zuletzt ohnehin erst billiger geworden sind.
Und woher weißt du das eigentlich?
Naja, diese 3,7 Prozent stammen, wie gesagt, aus der Schnellschätzung der Statistik Austria. Die verlinke ich euch natürlich in den Shownotes, und ich verlinke euch auch die früheren Folgen zum Thema Inflation und zur 2-1-0-Formel von Stocker, die ich schon gemacht habe.
Und ich verlinke euch auch meinen Newsletter „Einfach Politik" aus der Wiener Zeitung von vergangener Woche. Da habe ich auch ein bisschen über die Mehrwertsteuersenkung geschrieben und darüber, wer am Ende tatsächlich davon profitieren wird und wer nicht.
Also, ist das wichtig?
Ja, Inflation ist leider Gottes eines der wichtigsten Themen. Mir geht es selber auf den Nerv, nach drei Jahren hoher Inflation weiterhin über Inflation reden zu müssen. Ich bin gar nicht schadenfroh, dass der Bundeskanzler diese 2-1-0-Formel ausgegeben hat und sie sich jetzt in die Haare schmieren kann – denn es ist verdammt lästig, wenn Geld immer weniger wert wird. Es schraubt die Staatsausgaben anderswo in die Höhe, es macht Schulden ein bisschen attraktiver, weil sie schneller entwertet werden. Inflation ist wirklich lästig, aber leider ein wichtiger Faktor, den man im täglichen Leben überall spürt. Also ja, das ist wichtig.
Und das war es mit dieser Folge „Ist das wichtig? – Politik für Einsteiger". Die Idee dieses Podcasts ist, ein Einsteigerprogramm für Menschen zu bieten, die sich zwar für Politik interessieren, aber sich nicht jeden Tag damit beschäftigen. Ich freue mich über euer Feedback an podcast@istdaswichtig.at oder per Sprachnachricht an die WhatsApp-Nummer in den Shownotes. Und falls ihr in diesem Umfeld Werbung machen wollt, wendet euch bitte an office@missing-link.media.
Wenn ihr euch für Formate für Fortgeschrittene interessiert, möchte ich euch noch meine beiden E-Mail-Newsletter ans Herz legen: den Leitfaden, in dem ich immer dienstags aktuelle politische Themen für das Magazin Datum kommentiere, und „Einfach Politik", eine sachpolitische Analyse für die WZ, die jeden Donnerstag erscheint. Die Links zur kostenlosen Anmeldung für beide stelle ich euch in die Shownotes.
Und falls ihr mehr hören wollt: Ich gehöre auch zum Team von „Ganz offen gesagt", Österreichs bestem Gesprächspodcast für Politikinteressierte. „Ist das wichtig?" ist ein Podcast von mir, Georg Renner, in Kooperation mit Missing Link. Produziert hat uns Konstantin Kaltenegger. Die zusätzliche Audiostimme ist von Maria Renner, Logo und Design von Lilly Panholzer. Danke für Titel und Idee an Andreas Sator, Host des Podcasts „Erklär mir die Welt".
Danke fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Adieu.
Autor:in:Georg Renner |