Stets Bereit
Krieg der Roboter und Drohnen

Der Krieg der Zukunft wird nicht mehr allein von Soldaten, Schiffen, Panzern und Flugzeugen geprägt, sondern zunehmend von unbemannten und teilweise autonomen Systemen. Die eigentliche Revolution besteht nicht in einer einzelnen Drohne oder einem Super-Roboter, sondern in der Vernetzung von Menschen, Maschinen, Sensoren und künstlicher Intelligenz zu einem gemeinsamen Gefechtssystem.

Grüß Gott und einen guten Tag. Heute möchte ich mit Ihnen über den Krieg der Zukunft sprechen, über den Krieg mit Robotern und Drohnen. Dazu am Anfang eine Geschichte, die ziemlich genau so stattgefunden hat und uns ins Thema hineinführt: Es ist kurz nach Sonnenaufgang. Der ukrainische Kommandant sitzt mehrere Kilometer hinter den Linien in einer Kommandozentrale, umgeben von Bildschirmen, Funkverbindungen und den Datenströmen eines Gefechts, das er nicht direkt sieht und dennoch vollständig verfolgt. Vor ihm erscheinen die Bilder mehrerer Aufklärungsdrohnen. Sie überwachen eine russische Stellung und liefern ununterbrochen Echtzeitdaten. Die ukrainischen Planer wollen diese Stellung angreifen. Üblicherweise erfordert ein solcher Angriff einen Sturmtrupp. Soldaten müssten über offenes Gelände vorrücken, Sprengladungen anbringen und den Unterstand unter hohem Risiko angreifen. Verwundete und Gefallene wären wahrscheinlich. An diesem Morgen soll es anders laufen. Der Kommandant befiehlt den Einsatz. Auf den Monitoren setzen sich die ersten Bodenroboter in Bewegung. Langsam rollen die unbemannten Fahrzeuge auf die russischen Schützengräben zu. Über ihnen überwachen Drohnen jede Bewegung und übertragen die Bilder direkt in die Kommandozentrale. Einer der Roboter trägt eine Sprengladung. Kein Soldat begleitet ihn. Niemand muss aus einer Deckung hervorkommen. Als das Fahrzeug sein Ziel erreicht, erfolgt die Zündung. Ein kurzer Blitz erhellt die Kamerabilder. Erde, Staub und Trümmer wirbeln durch die Luft. Der Zugang zum Bunker wird aufgesprengt. Ein weiterer Kampfroboter fährt nach vorne. Seine Aufgabe ist nicht die Zerstörung, sondern die Kontrolle. Er positioniert sich direkt vor dem beschädigten Ausgang und richtet sein Maschinengewehr auf die Öffnung. Jeder Versuch auszuweichen oder sich abzusetzen würde sofort erkannt und bekämpft werden. Die russischen Soldaten erkennen, dass sie sich in einer ungewöhnlichen Lage befinden. Über ihnen kreisen Drohnen. Vor ihnen steht ein bewaffneter Roboter. Die Stellung ist faktisch eingekesselt. Minuten vergehen. Dann erscheint die erste Gestalt am Ausgang des Unterstands. Unbewaffnet. Langsam. Mit erhobenen Händen.
Weitere Soldaten folgen. Die Besatzung kapituliert. Für die Männer in der ukrainischen Kommandozentrale ist es ein bemerkenswerter Moment. Eine feindliche Stellung hat sich ergeben, ohne dass ukrainische Infanterie den Bunker stürmen musste. Die entscheidenden Akteure des Gefechts waren Maschinen.
Mehrere Luftdrohnen übernehmen die Überwachung der Gefangenen. Sie schweben über den russischen Soldaten, weisen ihnen die Bewegungsrichtung und halten sie ständig im Blick. Der Kommandant verfolgt die letzten Bilder auf seinen Monitoren. Der Einsatz ist beendet. Die feindliche Stellung wurde geworfen. Die Gefangenen sind gesichert. Eigene Verluste sind nicht entstanden. Und damit sind wir beim Thema dieser Folge: dem Roboter- oder Drohnenkrieg als den Krieg der Zukunft. Der Begriff „Drohne“ umfasst eine enorme Bandbreite. Am einen Ende stehen experimentelle Insektendrohnen, die kaum größer als ein Käfer sind und für Aufklärung oder Spionage entwickelt werden. Am anderen Ende finden wir die amerikanische Global Hawk, ein unbemanntes Aufklärungsflugzeug mit fast vierzig Metern Spannweite, das in einer Höhe von mehr als 18.000 m über viele Stunden hinweg ganze Regionen überwachen kann. Dazwischen liegen jene Systeme, die den Ukrainekrieg geprägt haben. Kleine handelsübliche Aufklärungsdrohnen, die Lagebilder in Echtzeit liefern. Meist sind es sogenannte FPV-Drohnen. FPV steht hier für „First Person View“, also in etwa „Ich-Perspektive“, und definiert, dass die Drohnen über eine Bordkamera und eine Videobrille gesteuert werden und dadurch hochpräzise Angriffe auf Fahrzeuge, Stellungen oder sogar einzelne Soldaten ermöglichen. Größere Aufklärungsdrohnen koordinieren Artilleriefeuer, und Russland setzt in großer Zahl Shahed-Drohnen ein, also iranisch entwickelte Langstrecken-Kamikazedrohnen, die gegen Städte, Energieanlagen, Infrastruktur und militärische Ziele eingesetzt werden. Aber auch die Ukraine hat im Zuge ihrer Verteidigung mit eigenen Langstreckendrohnen wiederholt Ziele hunderte Kilometer hinter der Front angegriffen, darunter Flugplätze, Treibstofflager, Munitionsdepots und Anlagen der russischen Rüstungs- und Energieindustrie. Drohne ist also nicht gleich Drohne. Manche Systeme beobachten, klären auf und landen nach ihrer Mission wieder. Andere greifen Ziele an und kehren anschließend zurück. Und wieder andere werden selbst zur Einweg-Waffe und gehen beim Angriff verloren. Doch die Fluggeräte bilden nur einen Teil des Bildes. Wenn dann von Robotern die Rede ist, denken viele Leute an menschenähnliche Maschinen aus Science-Fiction-Filmen. Solche humanoiden Systeme werden tatsächlich entwickelt, spielen auf dem Schlachtfeld bisher aber noch keine Rolle. Militärische Robotersysteme sehen heute meist ganz anders aus. Sie fahren auf Rädern oder Ketten, bewegen sich auf vier Beinen wie ein Roboterhund oder operieren als unbemannte Fahrzeuge auf und unter Wasser. Damit sind wir beim eigentlichen Oberbegriff: den unbemannten Systemen. Dazu gehören Drohnen in der Luft, bewaffnete Bodenroboter für Aufklärung und Angriff oder für Minenräumung, Munitionsversorgung oder die Bergung von Verwundeten aus Gefahrenzonen, aber auch unbemannte Schiffe auf See, Unterwasserdrohnen zur Überwachung von Kabeln und U-Booten sowie Satellitensysteme im Weltraum. Die entscheidende Entwicklung besteht dabei nicht nur darin, dass diese Systeme unbemannt agieren. Viele von ihnen werden schon heute aus großer Entfernung ferngesteuert. Sie übernehmen aber immer mehr Aufgaben selbstständig. Sie navigieren eigenständig, weichen Hindernissen aus, koordinieren sich mit anderen Systemen oder erkennen mögliche Ziele.
Nun, die Ukraine wird das Labor des Roboterkrieges genannt. Sie hat den Roboterkrieg nicht erfunden, aber sie hat ihn unter realen Kriegsbedingungen revolutioniert. Was wir heute auf den Schlachtfeldern Osteuropas beobachten, ist kein Blick in eine ferne Zukunft, es ist die radikale Transformation der Gegenwart. Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung sind die schon erwähnten FPV- also First Person View Drohnen, die als vergleichsweise günstige Systeme die Gefechtsführung auf der taktischen Ebene grundlegend verändert haben. Sie greifen Panzer, Fahrzeuge, Stellungen und einzelne Soldaten mit einer Präzision an, die früher oft nur mit deutlich teureren Waffensystemen erreichbar war. Doch wie in jedem Wettrüsten folgte rasch die Gegenreaktion. Russische Einheiten begannen, die Funksignale der Drohnen massiv zu stören. Elektronische Kampfführung wurde zu einer der wirksamsten Abwehrmaßnahmen auf dem Gefechtsfeld. Die ukrainische Antwort darauf war wiederum ebenso einfach wie wirkungsvoll: Glasfaserdrohnen. Anstatt ihre Steuerbefehle und Videodaten über Funk zu übertragen, spulen diese Drohnen ein extrem dünnes 0,25 mm starkes Glasfaserkabel, welches Drohne und Bediener physisch miteinander verbindet. Die Signale laufen dabei durch die Kabel und sind dadurch gegen klassische Funkstörmaßnahmen weitgehend unempfindlich. Aus wenigen Kilometern Reichweite wurden inzwischen über 20 Kilometer. Auch die Auswirkungen der Drohnenbedrohung sind inzwischen überall sichtbar. Entlang vieler Frontabschnitte werden Versorgungsstraßen kilometerlang mit Netzen überspannt, um Drohnenangriffe auf Fahrzeuge zu erschweren. Panzer und andere Fahrzeuge fahren teilweise mit aufgeschweißten Draht- und Metallkonstruktionen, die von Soldaten oft spöttisch als „Schildkrötenpanzer“ bezeichnet werden. Allein die Tatsache, dass moderne Kampfpanzer mit improvisierten Käfigen und Netzen gegen kleine Fluggeräte geschützt werden müssen, zeigt, wie stark sich das Gefechtsfeld verändert hat. Diese Entwicklung findet allerdings eben nicht mehr nur in der Luft statt. An Land transportieren unbemannte Bodenfahrzeuge Munition, bringen Verwundete aus Gefahrenzonen, übernehmen Aufklärungsaufgaben oder führen Waffen und positionieren Sprengladungen. Im Frühjahr 2026 gelang ukrainischen Kräften – wie eingangs beschrieben - erstmals die Einnahme einer russischen Stellung ausschließlich durch ein Zusammenspiel von Luftdrohnen und Bodenrobotern. Die Stellung fiel, ohne dass eigene Infanteristen sie stürmen mussten.
Aber auch auf dem Wasser hat sich das Kräfteverhältnis fundamental verschoben. Die Ukraine verfügt zwar nur noch über begrenzte klassische Seestreitkräfte, dennoch gelang es ihr, die russische Schwarzmeerflotte erheblich unter Druck zu setzen. Unbemannte Seedrohnen, also mit Sprengstoff beladene Boote, greifen Schiffe, Häfen und militärische Infrastruktur an. Mehrere russische Schiffe wurden beschädigt oder versenkt, andere mussten ihre Einsatzräume verlagern. Auch hier zeigte sich, dass vergleichsweise günstige unbemannte Systeme selbst gegen deutlich größere und teurere Marineeinheiten wirksam eingesetzt werden können.
Nun, das eigentliche Geheimnis des ukrainischen Erfolges ist jedoch kein einzelnes Waffensystem: es ist die Geschwindigkeit der Anpassung. In der Ukraine vergehen zwischen einer Idee im Schützengraben und ihrem Einsatz an der Front oft nur wenige Wochen. Software wird laufend aktualisiert. Zivile Technologien werden militärisch genutzt. Neue Gegenmaßnahmen führen unmittelbar zu neuen Lösungen. Während klassische Rüstungsprojekte im Westen oft Jahre oder sogar Jahrzehnte benötigen, erfolgt Innovation hier nahezu in Echtzeit.
Es ergibt sich die fundamentale Erkenntnis, dass die eigentliche Revolution nicht in einem einzelnen unbemannten System besteht, sondern in der Fähigkeit, Menschen, Maschinen, Sensoren und Algorithmen zu einem gemeinsamen System zu vernetzen und kaum wo auf der Welt wird diese Entwicklung derzeit so schnell und so konsequent vorangetrieben wie in den Kampfgebieten der Ukraine.
Schauen wir nun, was Russland macht? Während die Ukraine vor allem für Innovation und schnelle Anpassung steht, liegt die russische Stärke in der Fähigkeit, unbemannte Systeme in großer Zahl und über lange Zeiträume zu produzieren und einzusetzen. Besonders deutlich zeigt sich das bei den sogenannten Geran-Drohnen, also der russischen Version der ursprünglich aus dem Iran stammenden Shahed-Drohnen. Was zunächst als Import begann, wurde schrittweise in eine eigene industrielle Produktion überführt. Heute werden diese Systeme in großer Zahl hergestellt und regelmäßig gegen militärische Ziele, Energieanlagen, Industrieeinrichtungen und Infrastruktur eingesetzt. Dabei geht es nicht nur um die Wirkung einer einzelnen Drohne, sondern um die Fähigkeit, hunderte Systeme über längere Zeiträume hinweg zu produzieren, verfügbar zu halten und zum Einsatz zu bringen. Mindestens ebenso wichtig ist aber auch die elektronische Kampfführung. Russland investiert seit Jahren erhebliche Mittel in Systeme zur Störung gegnerischer Kommunikation, Navigation und Drohnensteuerung. Auf vielen Frontabschnitten entscheidet inzwischen nicht allein die bessere Drohne über Erfolg oder Misserfolg, sondern die Fähigkeit, die Drohnen des Gegners zu stören, zu blenden oder von ihren Zielen abzulenken. Der Kampf zwischen Drohne und Gegenmittel ist damit zunehmend zu einem Kampf zwischen Elektronikern, Programmierern und Ingenieuren geworden. Der eigentliche russische Beitrag zum Roboterkrieg liegt also vorallem in der Industrialisierung. Russland produziert auch die unbemannten Systeme nach den Prinzipien einer Kriegswirtschaft: standardisiert, in großer Stückzahl und über lange Zeiträume hinweg. Nicht die perfekte Drohne steht im Mittelpunkt, sondern die Fähigkeit, ständig weitere Systeme an die Front zu bringen und Verluste rasch zu ersetzen. Darin unterscheidet sich Russland von vielen anderen Staaten. Die Stärke liegt weniger in spektakulären Einzelprojekten als in der Kombination aus Produktion, Durchhaltefähigkeit und operativer Erfahrung. Russland versucht damit, den Roboterkrieg nicht nur technologisch, sondern vor allem industriell zu führen.
Was macht die USA? Im Mittelpunkt des amerikanischen Ansatz steht die Vernetzung aller verfügbaren Systeme zu einem gemeinsamen Gefechtsnetzwerk. Die USA verfügen seit Jahrzehnten über Erfahrung mit unbemannten Luftfahrzeugen. Systeme wie die MQ-9 Reaper haben die moderne Drohnenkriegführung geprägt. Sie können über viele Stunden im Einsatzgebiet bleiben, Aufklärung betreiben, Ziele verfolgen und bei Bedarf zB mit Hellfire-Raketen angreifen. Doch aus amerikanischer Sicht sind solche Systeme längst nur noch ein Baustein eines wesentlich größeren Konzepts. Besondere Aufmerksamkeit gilt derzeit den sogenannten Loyal-Wingman-Programmen. Dabei begleiten unbemannte Fluggeräte bemannte Kampfflugzeuge und übernehmen gefährliche Aufgaben. Sie können vorausfliegen, gegnerische Radarsysteme aufklären, Ziele markieren oder Angriffe durchführen, während der menschliche Pilot die Kontrolle über das Gesamtsystem behält. Aus einem einzelnen Kampfflugzeug wird dadurch ein kleiner Verbund aus bemannten und unbemannten Plattformen. Die gleiche Entwicklung zeigt sich auf See. Die US-Marine erprobt auch seit Jahren unbemannte Überwasserschiffe und autonome Unterwassersysteme. Diese sollen künftig Aufklärungsaufgaben übernehmen, Seegebiete überwachen, Minen suchen oder gemeinsam mit bemannten Kriegsschiffen operieren. Das Ziel ist nicht die vollständige Ablösung klassischer Flotten, sondern ihre Ergänzung durch eine große Zahl günstiger und flexibel einsetzbarer Systeme. Der eigentliche Schwerpunkt liegt damit auch auf der künstlichen Intelligenz. Die Vereinigten Staaten investieren erhebliche Mittel in Systeme, die Daten aus Sensoren, Satelliten, Drohnen, Schiffen und Flugzeugen zusammenführen. Die Herausforderung besteht heute oft nicht mehr darin, Informationen zu beschaffen, sondern aus der riesigen Datenmenge die entscheidenden Erkenntnisse zu gewinnen und schneller als der Gegner zu handeln. Maschinen sollen beobachten, analysieren, Vorschläge machen und Routineaufgaben übernehmen, während die Entscheidungen weiterhin beim Menschen liegen. Die amerikanische Vision des Roboterkrieges besteht in der Vernetzung von Sensoren, Plattformen, künstlicher Intelligenz und menschlichen Entscheidern zu einem gemeinsamen System. Wer schneller erkennt, schneller versteht und schneller reagiert, soll künftig den entscheidenden Vorteil besitzen.
Und nun noch zu China. Im Mittelpunkt steht auch hier die koordinierte Wirkung vieler Systeme gleichzeitig. Ein einzelnes Fluggerät kann abgeschossen werden. Ein Schwarm aus hunderten oder sogar tausenden Systemen stellt den Gegner vor eine völlig andere Herausforderung. Selbst wenn ein Teil zerstört wird, bleibt der Schwarm weiterhin handlungsfähig. China investiert seit Jahren in Drohnenschwärme, bei denen zahlreiche Fluggeräte gemeinsam Aufklärung betreiben, Ziele suchen, gegnerische Luftabwehr überlasten oder Angriffe koordinieren. Hierzu müssen große Gruppen von Systemen miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten, womit die künstliche Intelligenz ins Spiel kommt. Je größer der Schwarm wird, desto weniger kann jeder einzelne Schritt von Menschen gesteuert werden. Die Systeme müssen Aufgaben verteilen, auf Veränderungen reagieren und ihre Aktionen selbst koordinieren. Ambitionierter sind hier auch die chinesischen Entwicklungen unter Wasser. Während Funkverbindungen in der Luft relativ einfach funktionieren, stellt die Kommunikation unter Wasser erhebliche technische Probleme dar. Genau deshalb arbeiten chinesische Forschungseinrichtungen und Militärplaner an autonomen Unterwasserdrohnen und Schwarmkonzepten. Die Vorstellung dahinter ist, dass zahlreiche kleine Systeme gemeinsam Seegebiete überwachen, Schiffsbewegungen verfolgen, kritische Infrastruktur, wie zB Tiefseekabel, kontrollieren, nach gegnerischen U-Booten suchen oder feindliche Flugzeugträger angreifen.
Langfristig könnten solche Unterwasserschwärme von einem Mutterschiff oder sogar einem U-Boot aus eingesetzt werden und große Meeresräume mit Sensoren überziehen. Der Gegner stünde dann nicht mehr einem einzelnen U-Boot oder Kriegsschiff gegenüber, sondern einem Netzwerk aus vielen miteinander verbundenen Systemen. China profitiert dabei von seiner industriellen Leistungsfähigkeit und gehört zu den weltweit führenden Produzenten von Drohnen, Elektronik, Batterien, Sensoren und Robotiksystemen. Der chinesische Ansatz besteht darin, Schwarmtechnologie, künstliche Intelligenz und industrielle Produktionskapazitäten miteinander zu verbinden.
Probieren wir wieder ein Fazit und schauen dabei auch auf Europa:
Während die Ukraine für Innovation steht, Russland für industrielle Kriegsproduktion und die USA für die Vernetzung aller Systeme, verfolgt China den Einsatz großer Schwärme intelligenter unbemannter Systeme.
Blicken wir nach Europa, sehen wir, dass technologisch Europa keineswegs zur zweiten Liga gehört. Europäische Unternehmen verfügen über hohe Kompetenz bei Sensoren, Elektronik, Software, künstlicher Intelligenz und einzelnen unbemannten Systemen. Die eklatante Schwäche Europas liegt allerdings in der mangelnden Konsequenz und in der fatal langsamen Geschwindigkeit. Während die USA, China, Israel, Russland und die Ukraine neue Systeme oft in kurzer Zeit erproben, anpassen und in großer Stückzahl einsetzen können, bremst man sich Europa häufig durch fragmentierte Beschaffungsprozesse und nationale Einzelwege gegenseitig aus. Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob Europa im Roboterkrieg technologisch mithalten könnte, sondern ob es die notwendigen Systeme schnell genug und in ausreichender Zahl auf das Gefechtsfeld bringen kann.

Autor:in:

Felix Keiser

Felix Keiser auf LinkedIn

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.