Die Dunkelkammer
Die Grazer FPÖ-Finanzaffäre #3 - mit Alexis Pascuttini

In der 296. Ausgabe der Dunkelkammer ist wieder Alexis Pascuttini zu Gast. Der frühere FPÖ-Politiker engagiert sich seit Jahren für Aufklärung in der Finanzaffäre rund um mutmaßlich veruntreute Parteiförderungen der Grazer Stadtpartei. In den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Klagenfurt gibt es wichtige neue Erkenntnisse, Stichwort: Kontenauswertungen. Und: Pascuttini hat seinen politischen Heimat nun offenbar endgültig den Rücken gekehrt. Er will bei der Grazer Gemeinderatswahl am 28. Juni für die NEOS kandidieren, zuvor muss er allerdings durch den parteiinternen Vorwahlprozess.

Michael Nikbakhsh

Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe der Dunkelkammer. Mein Name ist Michael Nikbakhsh und heute geht's mal wieder nach Graz, und da zur sogenannten FPÖ-Finanzaffäre. Ja, die war hier schon zweimal ausführlich Thema, das auch deshalb, weil diese Geschichte langsam aber sicher einen Bart bekommt. Aber dennoch— oder gerade auch deshalb muss man sie erzählen. Ende 2021 ist der Skandal um mutmaßlich veruntreutes Parteivermögen durch die selbstanzeigende FPÖ-Funktionärs in Graz aufgeflogen. Jetzt haben wir Anfang 2026, und die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, die sind immer noch nicht abgeschlossen. Warum und wieso, das bespreche ich jetzt mit einem Mann, der die Geschichte mit ins Rollen gebracht hat und seither auch hartnäckig dran geblieben ist. Es ist der frühere FPÖ-Politiker Alexis Pascuttini, heute zum mittlerweile dritten Mal hier zu Gast, dieses Mal am Telefon. Hallo, Herr Pascuttini.

Alexis Pascuttini

Grüßgott, hallo, freut mich, wieder hier zu sein.

Michael Nikbakhsh

Wir zeichnen auf am 25. Februar, es ist nach 18:00 Uhr, wir hatten wohl beide einen langen Arbeitstag. Sind Sie soweit fit?

Alexis Pascuttini

Ja, soweit ganz gut. Also heute Berufungsverhandlung am OLG, also nicht in eigener Sache, sondern in beruflicher Sache verrichtet, aber war ein erfolgreicher Tag.

Michael Nikbakhsh

Gut, okay. Also wenigstens ist einer von uns fit. Bevor wir zu unserer Causa prima kommen, reden wir doch mal über Sie. Ich darf da mal was zusammenfassen: Sie waren ein aufstrebender Grazer FPÖ-Kommunalpolitiker, ehe Sie dann 2022 aus der Partei geschmissen wurden, weil Sie offenbar zu viele Fragen zum Verbleib von Parteigeld in Graz gestellt hatten.

Sie waren da aber schon Clubchef des Grazer FPÖ-Gemeinderatsklubs, und Sie haben dann mit anderen, ebenfalls ausgeschlossenen Kollegen den FPÖ-Gemeinderatsklub umbenannt, und zwar in Korruptionsfreier Gemeinderatsklub Graz, kurz KFG, und da sind Sie auch bis heute Clubchef.

Also dieser KFG war nach meinem Verständnis keine Neugründung, sondern nur eine Umbenennung, und das offenbar auch deshalb, weil Ihnen die FPÖ Steiermark nach dem Ausschluss die Verwendung des Namens FPÖ per klagstum verboten hat. Ist das soweit korrekt?

Alexis Pascuttini

Das ist vollkommen korrekt, genau.

Michael Nikbakhsh

Jetzt ist es so, dass am 28. Juni Graz einen neuen Gemeinderat wählt, und jetzt habe ich bei Colette Schmidt im Standard mit Erstaunen gelesen, dass Alexis Pascuttini bei dieser Wahl kandidieren wird. Das ist— oder will kandidieren will, das ist jetzt gar nicht mein Erstaunen, sondern wo er kandidieren will, und zwar nicht bei der FPÖ, schon klar, aber auch nicht auf einer Liste KFG, sondern als Kandidat der NEOS.

Und dazu müssen Sie sich zunächst einer parteiinternen Vorwahl stellen, die, glaube ich, am 9. März ist, wenn ich das richtig gelesen habe. Okay, Herr Pascuttini, wie kommt das?

Alexis Pascuttini

Ja, Sie haben das alles sehr, sehr gut zusammengefasst. Richtig ist, dass ich mich der Vorwahl der NEOS stellen werde. Ich habe mich da am 20.02. eben beworben, habe dann noch die Zulassung am Montag dieser Woche bekommen, und jetzt geht's eben in diesen Vorwahlprozess, der mehrstufig ist.

Sie haben ja eingangs auch ganz richtig gesagt, also ich war ja wirklich lange bei der FPÖ, also bin sehr, sehr jung zur FPÖ gekommen, also im Alter von 14, 15 war ich im Umfeld der FPÖ, bin dann mit 16 zum frühestmöglichen Zeitpunkt auch in die FPÖ eingetreten und habe danach, ich sag doch, das Glück gehabt, sehr, sehr schnell Funktionen ausüben zu können. Ich war im Parlamentsklub tätig und dann eben auch in Graz Mandate ausüben zu dürfen, zuerst auf Bezirksebene, dann eben auf Gemeindeebene. Also ich war da wirklich sehr, sehr früh in meinem Leben politisch aktiv und eben dann auch sehr lange für die FPÖ politisch aktiv.

Muss aber dazu sagen, und das da habe ich mich in den letzten Tagen immer wieder dran erinnert, wie ich im Oktober 2022 aus der FPÖ geworfen wurde. Da hat ein Mensch, der für mich ein bisschen ein väterlicher Freund auch ist, zu mir gesagt: "Du warst bei der FPÖ, du bist dort beigetreten, du hattest gute Ansätze, du wolltest ja was Gutes erreichen, aber niemand hält dich davon ab, klüger zu werden." Und dieses von Konrad Adenauer abgewandelte Zitat, das beschreibt es eigentlich ganz gut.

Also man geht als junger Mensch wo dazu, zur FPÖ, das war 2010, 2011, 2012 bin ich dann beigetreten. Damals gab's die NEOS im Übrigen auch noch gar nicht. Und ich habe mir damals gedacht, das ist für mich die politische Heimat. Heinz Christian Strache hat mich damals wirklich mit diesem Proporzthema, also wo er sich damals dagegen ausgesprochen hat, dass das ganze Land, ob im Bund oder in der Steiermark oder auf Bezirksebene eben zwischen Rot und Schwarz aufgeteilt ist, dass eben die FPÖ das aufbrechen wollte. Das hat mich damals als jungen Jugendlichen wirklich fasziniert. Das war für mich ein gutes Thema. Und da habe ich mir gedacht: "Ja, warum soll denn in Österreich die Posten nur durch ÖVP oder SPÖ-Personen besetzt werden ja?"

Damals natürlich völlig naiv im Gedanken, die FPÖ wird es dann besser machen, wenn sie bei den Wahlen Erfolg hat, und wenn sie auch in Regierungsverantwortung kommt. Aber das war eben die Blickweise eines 14-, 15-Jährigen, der dann in den Jahren danach sehr, sehr schnell in der FPÖ sehr, sehr viel gesehen hat. Ich sage, die Zeit im Parlamentsklub war sicher prägend, natürlich danach aber auch die Zeit in Graz. Und es war schon so, dass ich nicht jetzt erst ab 2022, wie ich aus der Partei geflogen bin, FPÖ-kritisch geworden bin oder kritisch gegenüber der eigenen Partei geworden bin, sondern da gab's schon in den Jahren davor Ereignisse und Vorfälle, wo ich mir eigentlich gedacht habe: "Das passt nicht zusammen mit dem, was man nach außen hin propagiert."

Und das Ganze ist natürlich dann auch durch diesen, ich sage, Finanzskandal auf Graz, wo man ja bis heute auf Grazebene, wo man bis heute nur die Spitze des Eisberges kennt, dadurch natürlich verstärkt worden. Also ich habe mir immer mehr gedacht, das ist nicht die Partei, der ich aber beitreten wollte, da gibt's Dinge, die laufen grob falsch. Das ist auch nicht das Versagen Einzelner, sondern ein systemisches Versagen. Und da ist natürlich dann auch in mir immer öfters der Gedanke gekommen: "Bin ich da richtig, wo ich bin?"

Und ich habe es dann schon eine Zeit lang versucht zu kaschieren, indem ich mir gedacht habe, auch wenn etwas falsch läuft, ich kann das ja verändern. Ich kann in eine Funktion kommen, was ja dann auch passiert ist. Ich kann das verändern. Als Klubobmann kann ich mit den Finanzen sauber umgehen. Als Klubobmann kann ich die Dinge der Vergangenheit aufklären. Ich kann Schadenswiedergutmachung betreiben gegenüber dem Wähler, aber natürlich auch gegenüber dem Steuerzahler, indem ich eben diese Steuergeld-Misswirtschaft, die betrieben wurde, aufkläre. Das war dann eine Zeit lang das, was ich versucht habe. Habe dann aber natürlich gemerkt, dass es aufgrund von inneren Widerständen einfach auch nicht möglich ist.

Was ich schon festhalten möchte: Es gibt oder es gab auch in der FPÖ Graz, auch auf der Ebene der FPÖ Steiermark, einige Personen, die das auch wollten, die auch mit diesen Dingen unzufrieden waren, das aufklären wollten. Es waren schlichtweg zu wenige. Und dann habe ich natürlich erlebt, nach meinem Rauswurf aus der FPÖ, dass es doch die eine oder andere Partei gab, die anders war, die sich auch dafür interessiert hat, diese Sache aufzuklären. Und da sind mir natürlich, muss ich schon sagen, die Bemühungen von der Abgeordneten Steffi Krisper, die damals bei den NEOS war, Justizsprecherin, die sind mir wirklich in Erinnerung geblieben. Sie hat mehrere Anfragen gestellt zu dieser Causa, und durch ihr Wirken ist auch etwas weitergegangen. Ich möchte aber natürlich auch nicht unerwähnt lassen, dass es auch andere Abgeordnete gegeben hat in anderen Parteien, den Lampert-Schöne bei den Grünen in der Steiermark und den Andreas Hanger bei der ÖVP auf Bundesebene, die.

Michael Nikbakhsh

Darf ich da gleich dazwischengrätschen? Andreas Hanger, weil es gab schon Leute, die erwartet haben, wenn der Herr Pascuttini noch irgendwas macht und sich da neu erfindet, dass er eher dass er sich eher der ÖVP anschließen würde. Warum ist es nicht die ÖVP?

Alexis Pascuttini

Man muss dazu sagen, also diese Gerüchte, die habe ich natürlich auch vernommen, und die sind halt im höchsten Maße also von der FPÖ gestreut worden, also sei es von der Bundes-FPÖ als auch von der FPÖ in der Steiermark. Die haben natürlich versucht, ihren eigenen Anhängern und ihren Wählern dieses Feindbild ÖVP schmackhaft zu machen. Da hat jetzt die ÖVP jemanden von uns, den Pascuttini, quasi eingekauft, der ist jetzt auf deren Lohnliste, und der macht jetzt die FPÖ schlecht im Auftrag der ÖVP. Das hat man ja landauf, landab erzählt und diese Gerüchte auch verbreitet. Ja, man ist jetzt seit einigen Tagen natürlich da ein bisschen peinlich berührt, weil sich das halt weil es halt nicht so war, wie man es verbreitet hat. Aber es war eine gute Erzählung für die eigenen Leute.

Ich kann es ganz offen sagen, also ich habe natürlich in den Jahren danach, also nach meinem Rauswurf aus der FPÖ und wie wir das Ganze versucht haben, aufzuklären, diesen Finanzskandal, immer wieder Überlegungen gehabt: "Hör auf mit der Politik, mache woanders weiter." Nur so wie ich mich selbst einschätze, bin ich jemand, der sich, ich sage, schwer kontrollieren lässt, wenn es jetzt wirklich um tiefe Überzeugungen geht. Also ich habe gewisse Punkte, die sind für mich nicht verhandelbar, und ich glaube, dass die einfach einer Parteikarriere in der ÖVP diametral entgegenstehen. Und das ist einfach so, so wie ich für mich selbst auch herausgefunden habe, ich habe mich in den letzten Jahren doch ein bisschen besser kennengelernt.

Und wenn es jetzt um Transparenz, um Kontrolle, um einen ordentlichen Umgang mit Steuergeld geht, dann war für mich eigentlich irgendwann sehr, sehr klar, dass, wenn es mit einer anderen Partei weitergehen sollte und ich meine politischen Ambitionen nicht zur Seite schiebe, dann können das nur die NEOS sein. Und das hat natürlich immer auch eine persönliche Note, weil es war ja nicht nur die Stefanie Krisper auf Bundesebene, die mit ihren Anfragen in dieser Finanzcausa etwas bewegt hat, sondern es war ja auch über viele, viele Jahre in Graz der dortige Stadtparteiobmann der NEOS oder der Fraktionsführer der NEOS, der Herr Philipp Pointner, also der wirklich mit einem brennenden Einsatz, mit einem wirklich tollen Einsatz für den Stadtrechnungshof gekämpft hat, der jetzt Kontrollamt heißt, weil er, ich sage, abgewertet wurde, der sich wirklich vehement für eine korrekte Verwendung von Steuergeldern eingesetzt hat. Das hat mir natürlich persönlich imponiert. Ich habe mich auch oder meine Anliegen auch durch ihn vertreten gesehen und war auch diese persönliche Note sicherlich dann ausschlaggebend, dass ich mir gedacht habe: "Okay, ich stelle mich diesem Vorwahlprozess," wo ich auch dazu sagen kann, das ist mir persönlich ein sehr sympathischer Vorgang, weil es hat mir jetzt niemand ein Mandat angeboten. Man hat jetzt nicht gesagt: "Komm zu uns und dann wirst du bei uns versorgt," sondern bei dieser Vorwahl, der muss man sich stellen, man muss sich den Diskussionen stellen. Man muss dann wirklich Unterstützer aus Graz sammeln, dann geht es zur Landespartei und dann geht es in die Abstimmung der Mitglieder. Das ist wirklich etwas Hochdemokratisches, was ich wirklich gut finde, weil Fakt ist auch, in anderen Parteien und sowas, auch in der FPÖ, hat die Gunst des jeweiligen Stadtparteiobmannes darüber entschieden, ob man auf einer Liste landet oder nicht und wo man auf dieser Liste landet.

Und vielleicht als Kuriosität am Rande kann ich schon ausführen, dass ja es ein reiner Zufall war, dass ich auf der Gemeinderatsliste dann doch auf Platz acht war im Jahr 2021. Also Mario Eustacchio hat mich vehement, und das hat er wirklich bis zuletzt versucht, weit, weit zurückgereiht. Also ich war mit Abstand der aktivste Bezirkspolitiker, aber er wollte mich nicht im Gemeinderat haben. Er hat mich dann auf Platz 14, 15 oder so reinversucht, und das war damals die Landespartei, die interveniert hat, und dann ist es der Platz acht geworden. Also das hat nichts mit der eigenen Leistung zu tun gehabt. Diese Listenerstellungen bei der FPÖ sind halt davon abhängig, ob man in der Gunst des jeweiligen Parteiobmannes hochsteht oder nicht, ja. Und das ist jetzt bei diesem NEOS-Vorwahlprozess nicht der Fall. Ich kann mich dort bewerben, ich wurde zugelassen und kann mich dort der Wahl stellen, und was dann rauskommt, kommt dabei raus. Aber das ist sehr, sehr demokratisch im Vergleich zu den anderen Listenerstellungen.

Michael Nikbakhsh

Ich möchte einmal bei der ÖVP einhaken, und zwar beim Thema, das wir bei Ihrem letzten Besuch in der Dunkelkammer diskutiert haben. Der steirische FPÖ-Chef von Landesobmann Mario Kunasek, hat Sie angezeigt zusammen mit anderen, hat Ihnen unterstellt, Sie hätten staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakten zur Causa FPÖ Graz an die ÖVP verkauft. Darüber haben Sie schon in Ausgabe 255 gelacht, aber abgesehen davon, was wurde aus der Anzeige?

Alexis Pascuttini

Ja, also ich lache auch heute noch. Also ich muss wirklich sagen, bin mittlerweile sehr, sehr glücklich, weil das ist das letzte Strafverfahren, was noch gegen mich läuft. Alle anderen, wie viele es auch waren, sind mittlerweile auch rechtskräftig eingestellt. Ich war einmal bei der Polizei mittlerweile. Das war eine ganz kurze Einvernahme. Wir haben über vieles gesprochen, aber gar nicht über das Thema. Das war dann wirklich, ist ganz kurz behandelt worden. Ich habe gesagt: "Nein, war nicht so." Ja, damit war es dann auch gut. Ich rechne eigentlich jeden Tag damit, dass da der Einstellungsbeschluss kommt. Ja, gibt es eigentlich wenig Neues. Ich habe unregelmäßig Akteneinsicht genommen, habe natürlich auch ganz klar dargelegt, also ich habe aus meiner Sicht auch einen Zeugen genannt, der vielleicht etwas weiß. Das müsste ja der Herr Generalsekretär der FPÖ sein, der Herr Hafenecker, weil der ja immer erzählt hat, wer was wo auf den Fluren des Parlamentes irgendwo übernommen hat oder weitergegeben hat. Das war ja auch Thema im U-Ausschuss, und da habe ich einfach die Polizei bei der Polizei angeregt oder bei der Staatsanwaltschaft angeregt, ihn zu vernehmen. Er ist vielleicht Zeuge von irgendwelchen Malversationen geworden, dann möge er das aussagen, aber mich betrifft das eigentlich nicht, und ich rechne damit, dass das in Bände wirklich auch eingestellt wird.

Michael Nikbakhsh

Sie haben mehr Verbindungen zu Ihrer Vergangenheit abgebrochen als nur zur FPÖ. Sie waren ja Burschenschafter, und das muss man jetzt offenbar tatsächlich in der Vergangenheit formulieren, schlagender auch. Sie sind es aber offenbar nicht mehr. Laut dem Standard sind Sie aus einem penalen Korps und einem deutschen nationalen Korps ausgetreten. Stimmt das und warum?

Alexis Pascuttini

Ja, ist richtig. Also ich bin aus beiden Verbindungen ausgetreten. Muss natürlich dazu sagen, also das sind schon, also ich war da sehr, sehr lange dabei. Das waren ja auch über viele, viele Jahre Freundschaften, die da entstanden sind, und kann auch gleich dazu sagen, also einige Freundschaften haben das Ganze hin und her mit FPÖ natürlich auch überdauert. Das sind einfach Menschen, die sagen: "Mir ist egal, was du politisch machst", oder sogar sagen: "Ich finde das gut", und einfach bei dieser Stelle sagen, also es schreiben mir auch sehr, sehr viele Menschen aus dem kooperierten Lager immer wieder, die sagen: "Bravo, dass Sie sich da auch einmal dafür aussprechen, dass mit Missständen im eigenen Lager aufgeräumt wird." Das bekomme ich immer wieder.

Und gerade, was natürlich die Verbindung in Graz, wo ich war, betrifft, ist es ja so, dass ich dort schon gespürt habe, dass man mich nicht mehr wollte, nachdem ich eben begonnen habe, einige Dinge aufzuklären und eben nicht aus purem, ich sage, Zugehörigkeitsgefühl irgendwen zu decken. Und ich sage schon, dass das erwartet worden ist. Also man hat erwartet, dass, wenn einer von uns, ein Kooperierter, ein Verbindungsstudent in eine Position kommt, dass der andere Verbindungsstudenten, also Mitglieder von Burschenschaften oder Korps, schützt. Das ist erwartet worden, und ich verstehe nicht, warum.

Michael Nikbakhsh

Was heißt, verzeihung, was heißt stützt?

Alexis Pascuttini

Geschützt. Geschützt.

Michael Nikbakhsh

Wie prägt sich das aus in der Praxis?

Alexis Pascuttini

Ja, also mir ist öfters des Öfteren vorgeworfen worden, dass ich eben auf andere Verbindungsstudenten losgehe, quasi. Also das waren ja die meisten Personen, die jetzt Beschuldigte sind in diesen Verfahren, sind ja auch kooperiert, das sind Burschenschaftler, das sind Korpsstudenten. Und wenn ich dann Eingaben eingebracht habe zu derem Nachteil, und ich bin ja der Wahrheit verpflichtet, ich muss ja gewisse Dinge vorbringen, gewisse Maßnahmen bei der Staatsanwaltschaft anregen, dann ist mir das auch wirklich vorgeworfen worden. Also ich würde sozusagen das eigene Nest beschmutzen, das war der häufigste Vorwurf.

Michael Nikbakhsh

Also ein Kooperierter patzt einen anderen Kooperierten nicht an.

Alexis Pascuttini

Genau, genau, oder hält sich halt dann zurück, schaut weg, und das finde ich ja so falsch, weil was ich auch erlebt habe, das ist jetzt gar nicht nur der Finanzskandal. Also wir haben ja in Graz einen hochrangigen Burschenschafter, wenn man das so sagen kann, erlebt, der war ihm auch mir gegenüber, wenn ich ihn getroffen habe, immer so, der hat von Ehre erzählt, der hat von diesen Vorstellungen erzählt, die er hat, wer nicht alles feine Menschen sind und wie man sich nicht richtig verhält. Und das war dann derjenige, der zuerst Drogen verkauft hat und nach seiner ersten Verurteilung begonnen hat, Drogen zu produzieren, diese Crystal-Meth-Affäre. Also aber auch darüber darf man ja nicht reden. Das sind ja auch alles linke Lügen, nach der Ansicht vieler.

Wobei, wenn man die Sache verfolgt hat und wenn man weiß, dass es zwei Urteile eines österreichischen Gerichts gibt und der Mann jetzt für viele, viele Jahre in Haft sitzen wird, dann sind das keine linken Lügen, die irgendwer verbreitet, sondern ist das einfach die traurige Realität, dass man im eigenen Lager, sage ich jetzt, große Probleme hat, vor denen man die Augen sich einfach verschließen möchte. Ich möchte auch gleich dazu sagen, dass es da ja noch einen anderen großen Skandal gibt, der sich hauptsächlich in der kooperierten Szene abspielt. Das ist diese Krypto-Finanzaffäre, wo viele, viele Menschen um viel, viel Geld gebracht wurden. Das Geld ist halt irgendwo weg, irgendein Fonds in der Karibik, der befüllt wurde oder nicht. Das kann man auch noch nicht sagen, neun Jahre nach den Ermittlungen. Ich weiß das so genau, weil die Kanzlei, wo ich arbeite, einen der Geschädigten vertreten darf. Und da stelle ich mir auch die Frage: Warum werden diese Dinge nicht im kooperierten Lager offen angesprochen? Und warum, und das sage ich ganz offen, werden da die Konsequenzen nicht gezogen?

Weil eine dieser Personen, also nicht der Drogendealer/Drogenproduzent, aber eine andere Person ist nach wie vor Mitglied in der Burschenschaft, ist nach wie vor sozusagen Mitglied einer Gesellschaft, die von sich selbst behauptet, dass sie Werte und Ehre vertritt, also Werte vertritt und Ehre hat, aber da werden keine Konsequenzen gezogen. Und mir gegenüber hat man dann schon sehr oft signalisiert, dass das, was ich tue, unehrenhaft ist. Nur, ich bin ja einer Studentenverbindung einmal beigetreten und nicht einer mafiösen Organisation. Also die Zusammenarbeit mit den Behörden habe ich immer gedacht, kann man mir ja nicht vorwerfen. War dann aber tatsächlich beim einen oder anderen ein Vorwurf, wiewohl ich natürlich dazu sagen muss, da gibt es halt ganz starke, enge Verbindungen. Deswegen, ja, bin jetzt auch niemandem böse, der so denkt, weil es halt viele Menschen gibt, die sind vom Mario Eustacchio einfach begeistert.

Das sind Fans, das sind Hardcore-Fans, die werden auch immer Fans bleiben, und für die ist das halt alles eine große Intrige, eine große Lüge. Die Sichtweise kann ich halt nicht nachvollziehen. Ich kenne halt die Fakten, und ja, deswegen ist es halt so. Ich bin bei beiden Verbindungen ausgetreten, habe die Verbindungen gekappt, habe natürlich die eine oder andere Freundschaft behalten und auch weiter gepflegt. Für mich war immer der Vorteil, dass ich halt auch außerhalb des kooperierten Wesens und außerhalb der Partei natürlich auch immer soziale Kontakte gepflegt habe. Also ich habe auch Freunde in anderen Parteien gehabt und habe sie noch. Ich habe halt auch andere Freundeskreise außerhalb des kooperierten Wesens und außerhalb der Politik. Das hat mir sehr geholfen, weil ich glaube schon, dass mehr Menschen aussteigen würden, jetzt nicht nur aus der FPÖ oder auch bei anderen Parteien, nur vielfach können sie das nicht. Sie haben alle ihre Freunde dort, sie haben alle ihre Verbindungen dort, und die werden dann halt wirklich alleine, wenn sie wo austreten oder Missstände aufzeigen. Das ist oft ein großes Hemmnis.

Michael Nikbakhsh

In gewisser Weise entwurzeln Sie sich da gerade selbst. Sie haben die politische Heimat FPÖ verloren, die ideologische, die Burschenschafter, denen haben Sie jetzt auch den Rücken gekehrt. Wie fühlt sich das an?

Alexis Pascuttini

Ich muss dazu sagen, also die Ideologie, also ich bin nicht einer Verbindung beigetreten, war auch nie in einer Burschenschaft der Ideologie wegen. Das war es nicht. Also da waren andere Gründe dafür ausschlaggebend.
Und man muss natürlich sich fragen, wann bildet sich eine politische Meinung heraus? Rückblickend kann man sagen, mit 13, 14, 15 weiß man noch nicht so viel. Ich habe damals zwar sehr, sehr viel gelesen, und wenn ich sage viel gelesen, dann meine ich wirklich sehr, sehr viel gelesen. Ich habe fast alles gelesen, also vom Manifest bis hin zu anderen, Tilo Sarazin, dann aber auch, sage ich, alles Mögliche. Wirklich, also ich habe wirklich sehr, sehr viel gelesen von allen politischen Strömungen, dann natürlich auch sehr, sehr viele, ich sage jetzt auch so Wirtschaftswerke, Adam Smith und dergleichen, Wohlstand der Nationen, wo sich halt einfach ein bisschen politisches, ich sage, natürlich ein politisches Interesse herausgebildet hat.

Aber ich wusste mit 13, 14, 15 natürlich noch nicht, wie das läuft. Habe dann danach durch meine Tätigkeiten sehr, sehr viel gesehen, und irgendwann bilden sich dann halt Schwerpunkte im Leben heraus, wo man sagt, das ist für mich unverhandelbar. Und für mich sind so Positionen, wo es um Steuergeld geht, wo es um eine saubere Verwendung von Steuergeld geht, wo es um Kontrolle und Transparenz geht, das sind für mich Dinge, die da gibt es für mich keine Grauzone oder keine, da kann ich über nichts hinwegschauen. Das ist für mich einfach unverhandelbar.

Und darum natürlich bilden sich dann auch andere Positionen und Interessen heraus. Nur ob man das jetzt klassisch, ich sage, links, rechts irgendwo zuordnen kann, ist ja fraglich, vor allem, weil man ja auch bei der FPÖ immer sagen muss, die vertritt linke genauso wie rechte politische Zielsetzungen. Das war immer schon so.

Ich bin ein freiheitsliebender Mensch, möchte eigentlich, ganz offen gesagt, auch, dass man sich in Österreich entwickeln kann, dass man in Österreich, dass jeder eigentlich die Chance hat, dass er sich gut entwickeln kann. Habe ich ja selbst auch davon profitiert. Komme aus einer Arbeiterfamilie, habe dann die Möglichkeiten gehabt, gratis ein Studium sozusagen zu absolvieren, aber natürlich auch immer mit einer Eigenleistung verbunden und bin eigentlich jemand, der sagen würde, ich möchte eine Politik machen, die die Menschen in dem Land weiterbringt. Und wo das jetzt sozusagen dann beheimatet ist, kann jeder Wähler für sich selbst entscheiden. Aber ich denke mir, dass bei den NEOS, die von mir so vertretenen Grundsätze der Transparenz, der Kontrolle, der sinnhaften und, ich sage, zweckdienlichen Verwendung von Steuergeldern, dass das dort schon Identitätsmerkmal fast Nummer eins, würde ich sagen, ist.

Michael Nikbakhsh

In politischer Hinsicht hätten Sie in Zukunft Migrationshintergrund. Kommen wir zu dem Fall, der uns schon zweimal zusammengeführt hatte, Grazer FPÖ-Finanzaffäre. Gut, das sind ja jetzt eigentlich zwei Affären in einer. Da geht es einerseits um den Finanzskandal und da um den Verdacht, dass Grazer FPÖ-Funktionäre Geld aus der Parteienförderung für private Zwecke verwendet haben. Und andererseits geht es ja auch um den Justizskandal, denn trotz einer Selbstanzeige, was ja eh schon eine gute Startvoraussetzung für ein Verfahren wäre, ist dieses Verfahren lange nicht in die Gänge gekommen.

Wir haben das schon ausführlich besprochen. Es lag erst bei der Staatsanwaltschaft Graz, dann wanderte der Akt zur Staatsanwaltschaft Klagenfurt und da lag er zunächst auch, und dann hat es einen Wechsel gegeben bei der Fallführung, und erst da ist dann etwas weitergegangen. Aber wie gesagt, die Anklage ist ja weiterhin nicht wirklich absehbar. Reden wir mal über die Finanzaffäre Graz. Was ist da jetzt der Stand der Dinge?

Bei unserem letzten Gespräch ging es unter anderem um die Auswertung von Konten, die noch nicht vollständig waren, Konten von jedenfalls drei Leuten, die in der Affäre als Beschuldigte geführt werden. Dieses Gutachten liegt, glaube ich, mittlerweile vor?

Alexis Pascuttini

Das ist richtig. Also das liegt jetzt seit Mitte Jänner vor, wurde jetzt auch uns als Privatbeteiligten Opfer eben zugestellt. Das ist jetzt da, ist richtig.

Michael Nikbakhsh

Und was ergibt sich aus diesem Gutachten? Es geht ja im Zentralen um die Frage: Lässt sich aus den Daten zum Beispiel herauslesen, dass Mario Eustacchio Geld aus der Parteienförderung für private Zwecke verwendet hat als einer der zentralen Beschuldigten? Ich glaube, er ist einer der wichtigsten Beschuldigten in der Causa. Acht sind es derzeit, die gegen die ermittelt wird. Dazu kommen wir noch.

Alexis Pascuttini

Genau. Also das Gutachten setzt halt das fort, was schon die vorherigen Gutachten dargelegt haben. Die Kleine Zeitung hat das ganz gut dargestellt in einem Bericht am Dienstag, ohne massive Eigenerläge. Also da geht es wirklich um Einzahlungen in der Höhe von 30.000, 40.000 Euro pro Jahr, wären die Privatkonten dieser Personen unterdeckt gewesen, also sprich, die Ausgaben, die privaten Ausgaben, hätten nicht gedeckt werden können, hätte man nicht selbst Bargeld in großer Höhe eingezahlt.

Jetzt ist natürlich die Frage: Woher kommt dieses Bargeld? Man darf ja auch nicht vergessen, Mario Eustacchio als Stadtrat hatte ja ein Berufsverbot. Also das kann jetzt nicht aus einer anderen Tätigkeit stammen. Da stellt sich schon die Frage: Wie kann man sein Konto abdecken mit hohen Einzahlungen, mit hohen Summen, die eingezahlt werden, wenn man gleichzeitig ein Berufsverbot hat und wenn gleichzeitig natürlich auf Klubkonten und Parteikonten Abflüsse in ähnlicher Höhe festgestellt worden sind? Das ist einfach das, was das Gutachten dargestellt hat.

Ich kann vielleicht ergänzen, eine Information, die ich heute erhalten habe, die konnte ich jetzt noch nicht verifizieren, aber ich halte sie für sehr glaubwürdig. Es wird jetzt auch der Zeitraum vor 2014 untersucht. Und das war eine jahrelange Forderung mir gegenüber der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, weil ich immer gesagt habe: Warum wird nur ermittelt zwischen 2014 und 2021? Wenn nur der Herr Eder sagt, in dem Zeitraum habe ich irgendwas aufgeführt, das heißt sehr wenig, wie wir schon herausgefunden haben. Ich halte die Selbstanzeige für, die ist das nicht wert, das ist das Papier nicht wert, auf der sie geschrieben wurde.

Jetzt möchte sich die Staatsanwaltschaft auch die Jahre davor ansehen, steht natürlich dort vor faktischen Problemen, was jetzt Unterlagen und dergleichen betrifft. Aber das ist ein guter Zugang, dass man sich wirklich auch die Jahre davor anschaut. Und ich habe generell den Eindruck, ich durfte den Staatsanwalt im Dezember 2025 kennenlernen im Rahmen meiner Einvernahme. Das war die erste Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft meiner Person. Und ich habe den neuen Staatsanwalt kennengelernt, der ihn ab Oktober 2024 übernommen hat. Und ich sage, es ist jetzt noch zu früh, um eine endgültige, ich sage jetzt, eine endgültige Bewertung oder ein endgültiges Urteil zu fällen. Das steht mir jetzt auch, muss ich sagen, nur zum Teil zu.

Aber ich habe ihn als jemanden kennengelernt, der den Akt einfach wirklich in- und auswendig kennt. Also wenn mir in der Einvernahme Namen nicht eingefallen sind, da ging es um den Namen eines Lebensgefährten, einer Person, die wirklich nur am Rande mit dieser Sache zu tun hatte, der Staatsanwalt wusste den Namen sofort. Und das hat mir schon sehr imponiert, weil vor Oktober 2024 war es halt so, dass wir eine Staatsanwältin hatten, die meiner Meinung nach mit dem Akt nicht sehr vertraut war und das ist noch sehr milde ausgedrückt.

Also ich habe jetzt den Eindruck, dass seit Oktober 2024 dieser Staatsanwalt einen gewaltigen Ermittlungsrückstand abgearbeitet hat. Natürlich kann der auch nicht zaubern. Also vieles wird drei Jahre nach Ermittlungsstart einfach nicht mehr herstellbar sein. Das muss man auch leider anerkennen. Also diese Verzögerungen, die es zuerst in Graz gegeben hat und dann eben in Klagenfurt, die haben schon sehr, sehr geschadet der Aufklärung dieser ganzen Sache. Aber der Staatsanwalt danach hat das wirklich ganz, ganz gut gemacht. Er und eine Kollegin, also es sind zwei Staatsanwälte, die damit betraut sind, aber der Staatsanwalt macht das führend.

Die Kriminalpolizei war sowieso meiner Meinung nach mit diesem Fall immer sehr, sehr gut. Die war vertraut, die haben das immer sehr, sehr gut gemacht. Also der erhebende Beamte hat meiner Meinung nach eine tolle Arbeit geleistet. Das Problem war eher auf Ebene der Staatsanwaltschaft zu sehen. Und mittlerweile gibt es ja auch ein Gerichtsurteil, das meine Ansicht, dass da Fehler bei der Staatsanwaltschaft passiert sind, auch bestätigt.

Michael Nikbakhsh

Zu dem kommen wir noch. Ich möchte nur zum besseren Verständnis, korrigieren Sie mich, Folgendes ausführen: Der Verdacht der Veruntreuung, der da auf Seiten der Staatsanwaltschaft Klagenfurt untersucht wird, der richtet sich derzeit gegen acht Personen. Da wäre mal Mario Eustacchio, früher Chef der Stadtpartei in Graz, dann Armin Sippel, früher Klubobmann, dann Matthias Eder, früher Finanzreferent. Das ist auch der Mann, der seinerzeit die Selbstanzeige erstattet hatte. Und unter den Beschuldigten ist auch Landeshauptmann Mario Kunasek als Beitragstäter, also Verdächtiger natürlich nur, geführt. Klarerweise gilt auch für alle die Unschuldsvermutung. Stimmt das soweit?

Also dass die Unschuldsvermutung gilt, stimmt ja soweit, aber die Namen, die ich genannt habe, sind quasi die Betroffenen, die zentralen Betroffenen in dem Verfahren.

Alexis Pascuttini

Ist fast ganz richtig, aber Mario Kunasek ist Beschuldigter, also ein Schritt weiter, nicht Verdächtiger, sondern Beschuldigter.

Michael Nikbakhsh

Na ja, ich habe gemeint, aber ich wollte sagen, klar, natürlich, ich wollte nur sagen, es besteht ein Verdacht gegen ihn, dass da jetzt quasi immer aufpassen mit der Unschuldsvermutung. Wir sind ja nicht vor Gericht. Wir sind auch offenbar noch weit weg von einer allfälligen Anklage. Es ist ja noch gar nicht abzusehen, wenn es zu einer Anklage reicht, wer denn dann am Ende angeklagt würde. Deswegen bleiben wir da im Konjunktiv:

Und wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, dieses Gutachten legt die Annahme nahe oder indiziert, dass Geld von Parteikonten behoben wurde und in zeitlicher Nähe zu diesen Geldbehebungen gab es Bareinzahlungen auf Konten von FPÖ-Funktionären.

Alexis Pascuttini

Genau, also das sind die Vorwürfe. Und diese Vorwürfe wären ja leicht zu entkräftigen, weil also ich persönlich würde schon noch wissen, wenn ich im Jahr 2014 eine Unterdeckung meines Kontos in der Höhe von 30.000 Euro gehabt hätte, woher diese 30.000 Euro dann gekommen sind, mit denen ich mein Konto abgedeckt habe. Also das ist, ich sage jetzt, man spricht dann oft vom Durchschnittsmenschen, der weiß, wenn er im Minus ist, dann verkauft er irgendwas und dann legt er 500, 600 Euro ein. Wenn das jetzt über Jahre systemisch passiert, dass die Konten unterdeckt sind und dann hohe Bargeldsummen einbezahlt werden, dann wirft das natürlich Fragen auf. Und ich kann jedem Hörer, der nicht politisch aktiv ist, erklären, wie man eigentlich so einen Kostenersatz für Ausgaben richtig macht, ohne dass Fragen auftauchen.

Ich habe jetzt als Politiker ja auch Aufwendungen, die ich ersetzt bekomme aus der Klubförderung, also Ausgaben, die ich für den Klub tätige, die werden mir überwiesen vom Klubkonto, nachdem ich die Rechnung vorlege. Wenn ich die Rechnung verschlampe, wenn die nicht da ist, dann gibt es keinen Kostenersatz. Also jetzt ganz hart formuliert: Wenn ihr eine Infoveranstaltung macht zu irgendeinem gemeinderätlichen Thema und da entstehen Kosten für Flyer oder was auch immer und ich habe die Rechnung dazu nicht, dann muss ich die Kosten selbst tragen. Wenn ich 200 Euro für Flyeralarm ausgegeben habe und das auch belegen kann, dann kriege ich die Kostenerstattung überwiesen. Das ist ja auch für mich wichtig, steuerrechtlich gesehen, weil Werbungskosten absetzbar, das ist alles Gefährliches dabei, wenn man da nicht wirklich die Rechnungen hat und auch dementsprechend lang aufbewahrt.

Das ist hier scheinbar nicht passiert. Da gibt es viele Fragen, die offen sind. Und ich frage mich generell, also wie diese massive Unterdeckung der Privatkonten zustande gekommen ist und warum man diesen Weg gewählt hat, alles bar einzubezahlen. Natürlich klingt diese Frage jetzt etwas dümmlich und naiv. Also jeder Hörer kann sich wahrscheinlich darauf die Antwort geben, aber ich stelle jetzt einfach mal so in den Raum: Warum macht man alles bar? Warum behält man 30.000, 40.000 Euro Bar und zahlt die dann Bar auf ein anderes Konto ein? Man kann es ganz einfach überweisen, hat ganz einfach über das Online-Banking dann Möglichkeiten, das auch Jahre später wieder nachvollziehen zu können. Also für mich gibt es da keinen Grund, irgendeine Barzahlung als Klubobmann anzuweisen und meinem Mitarbeiter zu sagen: "Du, das machen wir bar. Das gibt es mal bar und ich gebe dir die Rechnung. Die machen wir aber nicht online, sondern die legst du irgendwo ab." Also für mich nicht nachvollziehbar, warum man das so gehandhabt hat.

Und das Gutachten hat jetzt wieder ergeben, ganz klar, dass eine massive Unterdeckung der Privatkonten da war, die durch Eigenerläge, also Einzahlungen von Bargeld, behoben wurde beim Herrn Eder und auch beim Herrn Eustacchio. Die Frage ist: Woher ist das Bargeld gekommen in dieser Höhe? Und 20.000, 30.000 Euro, das ist nicht nichts. Wo kommt das Geld her? Und das halt über viele Jahre hinweg, also von 2014 bis 2021, Jahr für Jahr. Da stellt sich mir die Frage: Woher kommt das Geld?

Michael Nikbakhsh

Nachdem Sie ja jetzt gesagt haben, dass der Untersuchungszeitraum ausgedehnt wird, ist die Frage nach einem allfälligen Schaden dann doch verfrüht, weil man ja jetzt überhaupt nicht gesichert sagen kann, wie viel Geld da verschoben worden wäre?

Alexis Pascuttini

Genau. Also der Herr Eder hat das halt sehr niedrig angesetzt, also in seiner Selbstanzeige bei, ich sage, 740.000, glaube ich, waren es. Wir haben damals einen Schaden eingemeldet als Privatbeteiligte von 1,8 Millionen Euro. Und ich kann es Ihnen immer noch nicht sagen. Also wir werden, wir liegen irgendwo, ja, also sicher bei mehreren Hunderttausend Euro, also mehreren Hunderttausend Euro, 400.000, 500.000, 600.000. Das ist so, würde ich die Untergrenze ziehen. Wobei man natürlich sagen muss, der Gutachter, und das ist ja auch gut so, rechnet eh sehr zum Vorteil der Beschuldigten, würde ich sagen. Also alles, was sich nicht aufklären kann und vielleicht auch eine politische Ausgabe war, wird denen eh nicht vorgeworfen in den Gutachten.

Aber es ist jetzt so, das vierte Gutachten ist da. Ich jetzt muss dann einmal was passieren. Und was schon auch Thema war bei meiner Einvernahme im Dezember, das ist natürlich nicht nur, was passiert ist auf Seiten der Beschuldigten, sondern auch, was passiert ist in den Jahren davor in der Stadtparteileitung, in der Stadtpartei, was die Kontrolle betrifft. Das ist ja auch ein Missstand. Also wenn es jemanden gibt, der etwas vielleicht tut, was nicht in Ordnung ist, dann muss man sich ja dann später auch die Frage stellen: Warum ist das nie aufgefallen?

Michael Nikbakhsh

Ich möchte Sie auf etwas ansprechen, jetzt hier öffentlich, dass wir, wir reden ja immer wieder mal miteinander, dass wir schon mal untereinander besprochen haben. Und zwar geht es da um eine Sitzung im November 2021. Damals waren quasi erste Hinweise auch öffentlich geworden. Ich glaube, die Kleine Zeitung hat damals im Herbst berichtet. Es gab dann, glaube ich, auch ein anonymes Mail an diverse Empfänger innerhalb der FPÖ in der Steiermark, wo also von Unregelmäßigkeiten berichtet wurde. Und dann gab es eine Sitzung in Graz, an der Sie teilgenommen haben. Da war auch Mario Kunasek dabei. Und wenn ich es richtig verstanden habe, ging es in der Sitzung, ging es vor allem Mario Kunasek in der Sitzung hauptsächlich um die Suche nach dem Maulwurf. Stimmt das?

Alexis Pascuttini

Genau, das ist richtig. Das war rückblickend sicher eines der kuriosesten Erlebnisse, die ich jemals hatte. Man muss das ein bisschen zeitlich einordnen. Am 29.10.2021 hat die Kleine Zeitung begonnen, durch den Bernd Hecke, eine, ich sage jetzt einmal, eine mehrtägige Berichterstattung zu starten zu den Dingen, die in Graz scheinbar passiert sind. Das hat sich am 30.10. fortgesetzt und am 31.10. ist es dann in den Rücktritten von Eustacchio und Sippel kulminiert.

Der 01.11. war ein Feiertag, bekanntlicherweise am Montag, und da hat mich der Stefan Herrmann, der Landesparteisekretär, angerufen. Wir mögen uns morgen treffen, gemeinsam mit dem Landesparteiobmann Kunasek, weil es geht um meine weitere Zukunft. Ich solle das übernehmen, Stadtparteiobmann und dann auch als Stadtrat. Wir haben uns dann am 02.11. getroffen, und ich habe mich davor wirklich akribisch vorbereitet, habe mir gedacht, wie könnte man in Graz freiheitliche Politik machen, wie könnte man diesen Finanzskandal aufklären, wie könnte man mit den Dingen umgehen. Nur, ich kam gar nicht dazu, das dem Kunasek darzulegen, weil der war in einem, ich sage jetzt einmal, Ausnahmezustand. Der war fertig, der war beängstigt.

Und wir haben eigentlich diese Stunde, eineinhalb, die wir gesprochen haben, ging es eigentlich um alles, nur nicht um Graz und wie ich da jetzt als Stadtparteiobmann die FPÖ aus dieser Affäre rausziehen kann oder rausführen kann, also wie wir das als Partei bewältigen. Es ging um die Verrätersuche. Es ging darum, wer hat das rausgespielt und was kommt dann noch. Das war immer diese zentrale Angst und dass Verrat nicht geduldet wird und wir müssen den Verräter finden. War dann schon natürlich etwas sonderbar, dass man sich so sehr um diesen Verräter kümmern wollte, aber die eigene Aufklärungsarbeit da ein bisschen hinten nach war.

Und es sind ja dann, ich sage, im Nachgang dieses Gesprächs mir mehr und mehr Dinge aufgefallen, die einfach nicht in Einklang zu bringen waren. Wenn man sich anschaut, dass an diesem Tag, am 02.11., ja auch ein Bericht der Rechnungsprüfer, das waren zwei Herren, geschrieben wurde, die ja mal die erste oberflächliche Prüfung zusammengefasst haben. Und dieser Bericht wurde dann von der Landespartei den Behörden nicht zur Verfügung gestellt. Erst Jahre später, im Oktober 2023, hat einer der Rechnungsprüfer diesen Bericht vorgelegt. Die Landespartei selbst hat das nicht getan. Das ist merkwürdig.

Merkwürdig ist auch, dass diese beiden Rechnungsprüfer am Abend dem Landesparteipräsidium gar nicht berichten durften. Das hat der Stefan Herrmann übernommen, was auch immer der dort berichtet hat. Und im Parteipräsidium war Mario Eustacchio, der dort auch berichtet hat. Also es ist für mich schon sonderbar, wenn die FPÖ Steiermark einen Bericht, eine Untersuchung anordnet. Die Prüfer dürfen nicht berichten. Das übernimmt dann der Landesparteisekretär, der mit der Prüfung ja eigentlich wenig zu tun hat. Und in diesem Gremium sitzt trotz Rücktritt als Stadtparteiobmann Mario Eustacchio, der auch berichtet. Und das war so etwas, was sonderbar ist.

Es tauchen ja aber noch mehr Merkwürdigkeiten auf, wenn man sich diese Causa gesamt anschaut. Und ich möchte bei etwas anknüpfen, was ich vorhin gesagt habe. Strafrechtliche Verantwortung kann am Ende des Tages nur ein Gericht feststellen. Sie nicht, ich nicht und auch sonst niemand. Das muss das Gericht machen, wenn es zu einer Anklage kommt, wenn es zu einer Anklage kommt. Das möchte ich wirklich betonen. Aber es gibt ja auch eine politische Verantwortung.

Und der Herr Kunasek begleitet den Posten des Landeshauptmannes. Und was mich da so wundert, ist, dass über viele, viele Jahre, und da möchte ich jetzt wirklich auch ein bisschen, sage ich, eine Schwäche in der steirischen Medienlandschaft fast attestieren, dass man ihn nie wirklich mit diesen Vorwürfen konfrontiert hat. Und deswegen hat es mich sehr gefreut, dass im Dezember 2025 die Kleine Zeitung eine direkte Konfrontation zwischen mir und dem Herrn Kunasek zu diesem Thema, zum FPÖ-Finanzskandal, organisieren wollte. Na ja, und wenig überraschend war ich dazu bereit. Der Herr Landeshauptmann Kunasek leider nicht. Er möchte nicht dieses Thema mit mir besprechen. Und ich hätte ihm halt gerne viele, viele Fragen gestellt, quorum publico, eben Livestream-Podcast, so wie wir das machen. Das wäre sehr spannend geworden.

Wenn was mir nicht eingeht, ist, wenn es Jahr für Jahr in der FPÖ Graz, in der Stadtparteileitung, wo er auch war, er sagt selbst zu den Behörden, er war nur einfaches Mitglied in Graz, das ist nicht richtig. Er war Mitglied der Stadtparteileitung. Ein einfaches Mitglied ist nicht Mitglied der Stadtparteileitung. Er war Mitglied der Stadtparteileitung, somit kein einfaches Mitglied der Stadtpartei. Wenn er Jahr für Jahr in der Stadtparteileitung sitzt und da über Jahre hinweg, jedenfalls ab 2016 weg, da kann ich das bezeugen, keine Finanzbeschlüsse gefasst werden, wenn da keine Budgets aufgelegt werden, wenn das über Jahre hinweg nicht passiert, wie kann der Landesparteiobmann, der Teil dieses Gremiums ist, wie kann das dem nicht auffallen?

Und es wird ja noch besser. Es sitzen ja auch die engsten Mitarbeiter vom Herrn Kunasek in dieser Stadtparteileitung. Der Michael Klug, Kabinettschef früher, rechte Hand von Kunasek, der Christian Moser, auch Jurist, war auch in diesem Gremium. Also es sind Kunasek selbst und viele hochrangige Mitarbeiter, Mitglieder der Stadtparteileitung, und denen fällt nicht auf, dass Jahr für Jahr keine Budgets beschlossen werden, denen fällt nicht auf, dass es keinen einzigen Finanzbeschluss gibt. Und vor allem, es wird ja noch kurioser, denen fällt nicht auf, dass in der Stadtparteileitung der jährliche Rechnungsabschluss nicht vorgestellt wird. Das ist die spannende Frage: Hat es überhaupt einen Rechnungsabschluss gegeben, der FPÖ Graz, Jahr für Jahr? Und die Antwort ist ja, den hat es gegeben, und der wurde den Stadtparteileitungsmitgliedern nicht zur Kenntnis gebracht, aber dem Landesparteiobmann Mario Kunasek schon.

Und in diesem Rechnungsabschluss, wenn man reinschaut, und ich sage Ihnen ganz offen, ich habe das über Jahre hinweg übersehen, das war schon sehr lange im Akt, sind 50.000 Euro an Verfügungsmitteln an Mario Eustacchio ausgewiesen. Das ist seine eigene Position. Und dann wird es richtig komisch. Wenn man den Aussagen von Mario Kunasek Glauben schenkt, hat er als Landesparteiobmann und als Landeshauptmann jetzt von der Partei zur Verfügung gestellt, 8.000 Euro an Verfügungsmitteln, jährlich. Das ist ein Wert, den ich würde ich für in Ordnung befinden für Politiker, der am Bundesland wieder Steiermark Politik macht. Dem fällt über Jahre hinweg nicht auf, dass die Stadtorganisation ihrem Stadtparteiobmann 50.000 Euro gewährt. Gewährt unter Anführungszeichen, weil beschlossen ist es ja nie worden.

Michael Nikbakhsh 

Natürlich breche ich da jetzt keine Lanze für den steirischen Landeshauptmann, wenn ich sage, dass es natürlich hochgradig unklug wäre, sich mit Ihnen in die Öffentlichkeit zu stellen zu einer Diskussion. Sie haben es vergleichsweise einfach. Sie sind da Sie sind in dem Fall der Angreifer. Sie sind auch der, der sehr viel in der Causa aufgedeckt hat, und der Landeshauptmann ist beschuldigt in einem staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren. Es würde ihm wahrscheinlich jeder Verteidiger raten, Sie sind ja selber Jurist, sich da zurückzuhalten mit öffentlichen Statements, weil natürlich in so einer Situation jedes Wort auf der Waagschale liegt und man ja seine eigenen Chancen im Verfahren nicht dadurch verschlechtern will. Also insofern, ja, ich würde es einmal ich würde es jetzt nicht als Ausdruck von Feigheit werten, sondern nur von juristischem Kalkül, dass er sich mit öffentlichen Statements in der Causa insgesamt zurückhält.

Alexis Pascuttini

Aus Verteidigersicht natürlich, wobei ich schon sage, wenn man selbst nichts ich sage, wenn man nichts Angst hat, dann kann man über die Dinge ja sehr, sehr frei reden. Also wenn ich jetzt zum Anwalt gehen würde, würde er wahrscheinlich auch sagen: "Reden Sie nicht über Ihre Strafverfahren, die die FPÖ gegen Sie angestrengt hat. Wir arbeiten das in Ruhe ab, und dann ist das fertig." Aber wenn ich weiß, dass ich im U-Ausschuss die Wahrheit gesagt habe, wenn ich weiß, dass die ÖVP mir nichts bezahlt hat, wenn ich weiß, dass ich auch niemanden zu Unrecht aufgezeichnet habe, dann kann ich ja über diese Strafverfahren reden, weil was soll denn passieren? Das, was ich der Staatsanwaltschaft sage, sage ich halt auch den Medien und der Öffentlichkeit. Ich glaube, wenn man ein reines Gewissen hat, kann man über viele Dinge sehr, sehr frei reden.

Nur, das eine ist das Strafrecht, das andere ist jetzt schon die politische Verantwortung, die meiner Meinung nach der Landeshauptmann da nicht wahrnimmt, weil er müsste ja erklären können seinen Wählern, den Steirern, die das immerhin bezahlt haben, den ganzen Spaß. Er müsste ihnen ja erklären können, warum er Jahr für Jahr diese 50.000 Euro Verfügungsmittel an Eustacchio im Rechenschaftsbericht entweder wahrgenommen und damit stillschweigend akzeptiert hat oder nicht wahrgenommen hat, weil er gar nicht in den Rechnungsabschluss reingeschaut hat. Er müsste ja auch den Steirern erklären können: "Habe ich das nicht mitbekommen in der Stadtparteileitung, dass da nichts beschlossen wird? Haben das meine Mitarbeiter nicht mitbekommen?" Wenn sie ja immer sagen, auf Landesebene ist das ganz anders. Und das ist für mich einfach ein Widerspruch in sich, dass er sich da diesen Fragen nicht stellt.

Und ich kann etwas wiedergeben, was für mich sehr, sehr, sehr, sehr bezeichnend war im Vorfeld der steiermarkischen Landtagswahl. Da war ein deutscher Journalist bei einer Podiumsdiskussion, mitorganisiert auch von der Kleinen Zeitung, und dieser Journalist war danach seinen eigenen Aussagen nach ganz schockiert, wie dieser Finanzskandal thematisiert wurde von diesem Journalisten. So im Sinne von: "Es tut mir leid, Herr schon fast Landeshauptmann, dass ich das jetzt ansprechen muss. Da gibt es ja dieses Verfahren gegen Sie." Und der Kunasek hat väterlich gelacht und hat gesagt: "Ja, ja, aber das hoffentlich ist das bald eingestellt." Und das war die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema.

Und da habe ich andere Anforderungen, die Medien. Und ich würde ja nichts dagegen sprechen, dass man dieses Format, und da stehe ich jederzeit zur Verfügung, mit einem Journalisten macht, den der Herr Kunasek wählt, und ich wähle einen, und dann stellt man sich den Fragen zum Finanzskandal, weil da gibt es so, so viele Fragen, die eigentlich auch seine politische Verantwortung betreffen. Und dann kann jeder Wähler, und das sind ja jetzt nicht die Geschworenen oder irgendwelche Richter, sondern da kann sich jeder Wähler ein Bild davon machen.

Und ich hätte so viele Fragen. Also ich hätte ja auch die Frage an ihn hat auch nie beantwortet, warum er mir damals, einem Tag vor meinem Rauswurf aus der Landespartei, ganz klar signalisiert hat, mir und den anderen Mitgliedern meines Klubs: "Ihr müsst den Roland Lohr wieder aufnehmen." Obwohl bei diesem Roland Lohr zwei Tage vorher eine Hausdurchsuchung war und der beschuldigt im Finanzverfahren, also im Finanzskandal war. Warum sollte ich als jemand, der sich bemüht hat, das aufzuklären, jemanden wieder aufnehmen, der zwei Tage zuvor eine Hausdurchsuchung hatte? Das sind ja alles Fragen, die müsst ihr seinen Wählern erklären, und dann wäre es damit ja auch gegessen, weil am Ende des Tages zieht jeder davon, zieht jeder daraus ein Resümee, und das Strafverfahren läuft ja unbeschadet weiter.

Nur, es gibt halt so viele Widersprüche, wo ich sicher in der Lage bin, die aufzuzeigen, dass ich zumindest glaube, dass es politisch für den einen Landeshauptmann sehr, sehr eng werden würde. Das glaube ich schon, weil die politische Verantwortung, der muss er sich stellen. Bei der strafrechtlichen Verantwortung kann er ganz darauf vertrauen, was ihm seine Verteidiger raten. Er hat da sehr gute Anwälte, die wissen, was sie tun, aber einfach sich nicht zu äußern und dieser Konfrontation mit mir aus dem Weg zu gehen, das halte ich nicht für den richtigen Weg.

Michael Nikbakhsh 

Er ist erwachsen. Wir sind so alle, die wir das tun. Wir treffen Entscheidungen. Das ist ja dann auch zu respektieren. Wie gesagt, ich denke mal, dass es im Rahmen dieser staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen noch Gelegenheit geben wird, sich zu äußern. Sie haben keine Ahnung, wie lange es dauert, bis hier eine quasi finale Phase eintritt auf Ebene der Ermittlungen, oder? Oder hat man Ihnen irgendwas bedeutet?

Alexis Pascuttini

Gar nicht. Der Staatsanwalt hat mir gegenüber glaubwürdig dargelegt, dass er sehr, sehr, also dass er das natürlich raschestmöglich abarbeiten möchte, aber natürlich viel Zeit vergangen ist seit Beginn der Ermittlungen und natürlich auch ein gewisser Rückstand abzuarbeiten war, also die ganzen Einvernahmen, die er machen musste. Das hat ja alles seine Zeit in Anspruch genommen.

Es sind jetzt zumindest die vier Gutachten da. Das vierte Gutachten haben ja wir als Opfer oder als Privatbeteiligter beantragt. Das ging jetzt überraschend schnell. Also ich habe länger damit gerechnet. Und jetzt ist natürlich die Frage, was noch ausständig ist.

Also man hat gutachterlich, also mit dem Sachverständigen, die ganzen Konten aufgearbeitet. Jetzt ist für mich natürlich die Frage, was fehlt noch? Also es wurden viele Personen einvernommen. Manche haben sich sehr, sehr, sehr großzügig geäußert, manche weniger. Schwierig. Also ich weiß auch nicht.

Natürlich, die Staatsanwaltschaft muss das Belastende genauso wie das Entlastende im Strafverfahren natürlich herausarbeiten. Aber ich wüsste jetzt auf die Schnelle nicht, was noch ausständig wäre. Weil am Ende des Tages ist es dann am Ende des Tages natürlich dann einer, ja, also für mich ist jetzt wirklich sehr, sehr viel klar, sehr, sehr viel klarer als vor Oktober 2024, wo wir eigentlich, sage, eigentlich ganz am Anfang waren.

Also wenn ich jetzt zurückschaue, das ist erst letztens wieder gemacht, was in den Jahren zwischen, ich sage, Oktober 2022 und Oktober 2024 passiert ist, nämlich sehr, sehr wenig oder sehr, sehr wenig, was mit dem Verfahren zu tun hatte, und wie das dann danach vorangeschritten ist, das ist wirklich bemerkenswert. Also die, die, die, die Unterschiede sind gewaltig.

Michael Nikbakhsh 

Bleiben wir gleich da jetzt auf Ebene der Justiz. Jetzt abgesehen von den Verzögerungen hat es ja da noch einen relativ skurrilen Seitenstrang gegeben. Sie sind, wenn ich das richtig verstehe, Sie haben sich den strafrechtlichen Ermittlungen in dieser Sache als Gemeinderatsklub angeschlossen. Sie haben vorher den Schaden beziffert mit damals, als Sie sich angeschlossen haben, sogenannte privatbeteiligten Anschluss 1,8 Millionen Euro.

Sie sind dann aber von der Staatsanwaltschaft aus dem Verfahren ausgeschlossen worden, mussten sich dann wieder, mussten sich in den Status wieder hineinklagen. Und da sind ja natürlich Kosten entstanden, und diese Kosten, die quasi mit dem sich zurückklagen ins Verfahren, den Status zurückzuerlangen, die haben Sie dann ihrerseits eingeklagt, und da gibt es jetzt ein Urteil des Landesgerichts für Zivilrechtssachen in Graz, das Ihnen quasi Kostenersatz zuspricht. Und ich habe das Urteil gelesen. Die Kritik am Vorgehen der Staatsanwaltschaft Klagenfurt und am Vorgehen der damaligen Staatsanwältin, die da zuständig war, ist durchaus deutlich herauszulesen. Fassen Sie es mal zusammen als Jurist.

Alexis Pascuttini

Ja, also das ist richtig. Also man merkt auch daran, dass die Republik Österreich, also wir mussten ja die Republik Österreich klagen als Haftungsträger der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Die Republik Österreich hat sich gegen unsere Ansprüche zur Wehr gesetzt, hat natürlich die Klagsansprüche zuerst bestritten, aber dann nach diesem ersten, also nach diesem rechtskräftigen, nach diesem Urteil erster Instanz dieses nicht weiter bekämpft, sodass das rechtskräftig wurde. Das ist schon bemerkenswert. Also man hat nach dem Urteil gesagt: "Okay, wir gehen nicht in die Instanz. Für uns ist das auch eindeutig genug. Wir akzeptieren dieses Urteil."

Und man muss schon sagen, also dieser Ausschluss aus dem Verfahren, das war merkwürdig. Es war tatsächlich so, dass wenige Wochen zuvor ein Verfahren gegen den Mario Kunasek losgegangen ist, das ist mittlerweile rechtskräftig eingestellt. Das war diese Hausbau-Causa. Und er hat dann gesagt: "Ja, also er wird dort einvernommen und auch im FPÖ im Hauptverfahren einvernommen, aber er möchte erst einvernommen werden, sagt er, sinngemäß, wenn wir ausgeschlossen sind aus diesem Verfahren, weil wir sind nicht das Opfer, wir sind kein Privatbeteiligter." Ich habe damals noch sehr gelacht und habe mir nicht vorstellen können, wie wir aus dem Verfahren ausgeschlossen werden sollten. Ich habe dann sehr bald nicht mehr gelacht, weil tatsächlich nach Vorlage von Gutachten durch den Mario Kunasek und durch die FPÖ Steiermark wir von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt tatsächlich die privatbeteiligten Stellungen verloren haben. Und ich war fassungslos.

Also ich habe auch diese Gutachten gelesen. Eines hat der Heinz Meier für die FPÖ Steiermark gemacht. Das andere hat der Professor Pirkelbauer für den Mario Kunasek gemacht. Das sind ja beides namhafte Experten im Strafrecht und im Verfassungsrecht. Nur, die haben da dermaßen, ich sage, eine Rechtsansichten vertreten, wo ich mir gedacht habe: "Das kann ja nicht sein." Also das ist mit dem, was ich, ich sage jetzt auch, auf der Uni gelernt habe, einfach nicht in Einklang zu bringen. Und ich weiß bis heute nicht, was den Heinz Meier, der ja wirklich im Anti-Kickl-Komitee sitzt und dergleichen, glaubwürdig gegen die FPÖ auftritt, warum der dann im Dienste der FPÖ versucht, der FPÖ in einem wichtigen Verfahren, wo es ja auch um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geht, so einen Vorteil zu verschaffen.

Wir haben dann selbst ein Gutachten beauftragt, den Professor Bernd Wieser, Verfassungsrecht in Graz. Da ging es um unsere Klubthematik, ob wir jetzt ein neuer Klub sind oder ob wir uns umgegründet haben. Mit diesem Gutachten haben wir dann sowohl vor dem Landesgericht Klagenfurt als auch vor dem Oberlandesgericht Graz gewonnen. Und da sind Kosten entstanden. Die haben wir jetzt von der Republik eingeklagt. Und was das Gericht schlussendlich festgestellt hat, war genau das, was mich immer so verwundert hat. Zum einen hat die Staatsanwältin scheinbar fast wortwörtlich aus den Gutachten abgeschrieben, also aus dem vom beschuldigten Kunasek bezahlten Gutachten, dass diese Gutachten natürlich irgendeinen Auftrag hatten, ist ja auch klar. Da hat sie abgeschrieben.

Und zum anderen wurde die Strafprozessordnung falsch angewendet. Und das Zweite wirkt ja fast noch schwerer, weil die Staatsanwaltschaft muss schon wissen, wann sie ein Opfer oder einen Privatbeteiligten zulässt und wann nicht, weil die Gesetzeslage eigentlich recht eindeutig ist. Nur bei offensichtlich unbegründeten privatbeteiligten Anschlüssen. Also wenn Sie sich jetzt dem Verfahren anschließen würden, dann müsste die Staatsanwaltschaft sagen: "Nein, Sie haben keinen Anspruch, irgendein Geld daraus zu erhalten aus dieser Causa." Aber bei uns, wo wir schon Teil dieses Verfahrens waren für, ich sage, gute eineinhalb Jahre, warum man uns dann ausgeschlossen hat, das ist für mich wirklich rätselhaft. Das Gericht hat es sehr gut begründet, hat es eindeutig festgestellt. Die Republik hat das Urteil akzeptiert.

Aber ich sage jetzt aus Gesichtspunkten der Rechtsstaatlichkeit, ist für mich das damit auch noch nicht ganz zu Ende, weil zum einen natürlich ich schon hoffe, dass die Republik für den Schaden, der jetzt der Republik entstanden ist, wenn sie uns Kostenersatz leisten muss, dass sie den hoffentlich regressiert im Wege der Organhaftung. Und zum anderen, und da möchte ich jetzt durchaus diese Staatsanwältin fast ein bisschen Schutz nehmen. Ich glaube nicht, und jetzt könnte man fast sagen, Analogie zu Matthias Eder und seiner, natürlich war er das nicht allein. Ich glaube nicht, dass da eine Staatsanwältin alleine plötzlich begonnen hat, Dinge zu tun, die im Nachhinein nicht richtig waren. Also das kann ich mir nicht vorstellen.

Und für mich ist halt die Frage, warum, wir haben jetzt ein rechtskräftiges Urteil, warum diese Missstände von Seiten der Staatsanwaltschaft Klagenfurt selbst nie gesehen wurden. Wir haben ja auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt gerichtet, und die damals interimistische Leiterin hat gesagt: "Nein, nein, da hat alles gepasst, was diesen Ausschluss betrifft. Das war der normale Weg sozusagen. Wir haben ja dann eh vor den Gerichten Recht bekommen, und das passt schon." Nur, man muss eines festhalten. Was das Gericht in Graz festgestellt hat, war, dass die Staatsanwaltschaft Klagenfurt eine unvertretbare Rechtsmeinung eingenommen hat. Und eine unvertretbare Rechtsmeinung einzunehmen, das liegt schon sehr schwer.

Und das ist jetzt ein bisschen eine Lanze, die ich breche. Wenn jetzt irgendein Bürgermeister am Land in Baubescheid, bei Baubescheiden, irgendeine unvertretbare Rechtsmeinung einnimmt, dann kann das für ihn sehr, sehr gefährlich werden, bis hin zur Verurteilung im Amtsmissbrauch und Amtsverlust. Nur, wenn hier eine Staatsanwaltschaft das tut, dann wird diese Mitarbeiterin versetzt oder wollte sie freiwillig versetzt werden, das weiß ich nicht, die es jetzt im Justizministerium wie ich der Zeitung entnehmen durfte, und damit ist die Sache gegessen. Für mich ist es das nicht, weil ich gesehen habe, wie wir als Opfer einen Schaden erlitten haben. Wir waren halt ein potentes Opfer. Wir konnten uns wehren. Wir konnten sagen: "Okay, gehen wir vor die Gerichte, gehen wir zu den Medien."

Ich frage mich, wie viele andere Opfer gibt es in anderen Strafrechtskausen, die sie vielleicht nicht zur Wehr setzen können. Und das Zweite ist natürlich, warum passiert das und warum gibt es dann so viele Verzögerungen? Weil wenn das passiert wäre und nebenbei wäre ordentlich ermittelt worden, wäre es ja auch kein Thema. Dann haben wir einen Schaden erlitten. Die Gerichte haben das korrigiert. Gut so. Nur, es wurde ja im Jahr 2023 mehr oder weniger wurden wir ausgeschlossen. Dann gab es das Rechtsmittelverfahren bis zum OLG Graz. Nur in der Sache selbst ist sehr, sehr wenig passiert.

Und ich kann es ja nur wieder betonen. Also wir haben ja immer wieder sehr, sehr sinnvolle Anregungen gesetzt. Die Staatsanwaltschaft hat sich nie mit mir in Verbindung gesetzt. Also weder die Staatsanwaltschaft Graz in den ersten sechs Monaten noch die Staatsanwaltschaft Klagenfurt unter dieser Staatsanwältin. Erstmaliger Kontakt mit der Staatsanwaltschaft Klagenfurt war dann eben durch den neuen Staatsanwalt, der mich dann auch einvernommen hat. Warum man uns nicht gleich in Graz in den ersten Wochen und Monaten einvernommen hat, verstehe ich nicht. Warum man das dann von Seiten Klagenfurt nicht getan hat, von Seiten der Staatsanwaltschaft, verstehe ich auch nicht. Die Polizei hat das immer getan. Die Polizei hat den Kontakt gepflegt. Die Polizei hat da sehr, sehr ordentlich gearbeitet.

Alles in allem natürlich ist jetzt ein kleiner Teil der Fehler, die ich immer gesehen habe, gerichtlich festgehalten. Es ist natürlich auch so, dass viele, viele andere Verfahren, die die Amtshaftung betreffen, ich nicht mehr führen kann. Es läuft schlichtweg die Zeit ab. Also die Periode und damit meine Klubobmannschaft als FPÖ-Klubobmann, bin ja nach wie vor der Obmann des Freiheitlichen Gemeinderatsklubs, rechtlich gesehen, der sich ja nur umbenannt hat, die läuft einfach am 28. Juni und ein paar Tage später, ein paar Wochen später ab. Also ich kann vieles nicht mehr gerichtlich geltend machen. Das geht sich einfach von Rechtswegen her nicht mehr aus.

Aber natürlich habe ich die Dinge feinsäuberlich mehr herausgearbeitet und werde anders versuchen, das noch irgendwie zu thematisieren, weil dieses Verfahren schon eines zeigt, und das ist leider der Eindruck, den ich gewonnen habe, dass, wenn man eine gewisse Position hat und wenn man ja auch, ich sage, Möglichkeiten hat, dass dann schon sehr, sehr viel möglich ist. Und das sollte nicht sein, weil ich glaube, gerade in einem strafrechtlichen Verfahren sollte ja jeder eigentlich die gleichen Rechte haben und die gleichen Möglichkeiten haben und sollten ja die Verfahren gleich geführt werden.

Das war in diesem Fall nachweislich in vielerlei Hinsicht nicht der Fall. Wobei man sagen muss, das ist nicht die ganze Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Die Missstände, die uns passiert sind, da war eine Staatsanwältin fallführend. Dann kann man sich fragen, was war mit der Aufsicht? Aber das waren nicht alle Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Da gibt es auch sehr, sehr viele, die tolle Arbeit leisten. Und ich weiß auch nicht, wie die Staatsanwältin sonst gearbeitet hat. Vielleicht hat sonst ja auch alles gepasst.

Ein Thema ist natürlich auch die Überlastung der Staatsanwälte, muss man auch sagen. Dieser Riesenakt, wenig Unterstützung wahrscheinlich durch andere. Dann können manche Sachen passieren. Über vieles hätte ich auch hinweggesehen. Nur über diese groben Fehler, da konnte ich nicht hinwegsehen.

Michael Nikbakhsh 

Stichwort Zweiklassenjustiz. Wir haben das in der Dunkelkammer immer wieder mal thematisiert und tun das auch weiterhin. Herr Paskutini, wir kommen zum Schluss. Ich möchte mit einem Hinweis abschließen, der gar nicht so sehr mit Ihnen jetzt zu tun hat, sondern mit unserem Live-Format "Einspruch der Justiz von innen". Da steht unser nächster Gig bevor am 28. Februar.

Wir begrüßen Stefan Kaltbrunner und ich, den Anwalt Michael Dohr auf der Bühne der Kulisse Wien. Michael Dohr mag Paragraphen, er mag aber auch die Show vor Gericht, und darum soll es an dem Abend auch gehen. Dohr hat übrigens versprochen, in einem seiner extravaganten Anzüge zu erscheinen. Also, was heißt in einem Anzug? Ich habe Informationen vorliegen, dass er sich in der Pause umziehen will. Das kennt man sonst nur von Taylor Swift. Ich könnte mir vorstellen, dass Dohr den Vergleich sogar mag.

Mehr dazu am 28. Februar ab 20:00 Uhr in der Kulisse Wien. Noch gibt es Karten unter anderem auf www.kulisse.at. Und natürlich machen wir aus dem Abend wieder einen Mitschnitt für die Dunkelkammer. Und wer weiß, vielleicht holen wir auch diese Justizcausa rund um die FPÖ in Graz mal auf die Bühne. Wir werden sehen. Herr Pascuttini, alles Gute auch für die Vorwahl am 9. März und danke für die Zeit.

Alexis Pascuttini 

Vielen lieben Dank und grüßen Sie mit dem Herrn Dohr sehr schön. Er hat uns ja auch eine Zeit lang sehr, sehr gut in diesem Verfahren vertreten.

Michael Nikbakhsh 

Das werden wir machen. Dankeschön.

Autor:in:

Redaktion Die Dunkelkammer

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