Die Dunkelkammer
Der Fall Pilnacek #23: Der U-Ausschuss, Tag 1

Fotocredit: Katharina Pagitz
5Bilder

Von Michael Nikbakhsh. Am 14. Jänner 2026 wurde der Pilnacek-Untersuchungsausschuss mit einem Ausflug der Abgeordneten nach Rossatz öffentlichkeitswirksam eröffnet (Ende 2025 hatte es bereits zwei nicht medienöffentliche, konstituierende beziehungsweise vorbereitende Sitzungen gegeben). Für die Dunkelkammer waren Katharina Pagitz und Maximilian Langer mit dabei. Maximilian ist dazu im Studio und hat zu seinen Eindrücken auch O-Töne der Abgeordneten mitgebracht.

Michael Nikbakhsh
Herzlich willkommen zur 278. Ausgabe der Dunkelkammer. Mein Name ist Michael Nikbakhsh und heute schauen wir auf den Start des Pilnacek-Untersuchungsausschusses, wobei Start: Richtigerweise hatte der Ausschuss bereits Ende des Vorjahres zwei Sitzungen. Da wurde konstituiert und vorbereitet.

Am 14. Jänner war dann aber quasi der tatsächliche Kick-Off und der war insofern ungewöhnlich, als er mit einer Exkursion begann. Die Abgeordneten sind mit dem Bus in die Wachau gefahren, nach Rossatz, unweit von Krems, und dort haben sie am Ufer des Seitenarms der Donau einen Augenschein vorgenommen.

Der Seitenarm, das ist der Ort, an welchem Christian Pilnak am 20.10.2023 tot im Wasser auf dem Rückentreibend aufgefunden wurde. Die Abgeordneten waren da nicht allein, es waren eine Menge Medienleute vor Ort, dazu ein Polizeiaufgebot und viel Nebel.
Für die Dunkelkammer waren Maximilian Langer und Katharina Pagetz mit dabei. Und Maximilian sitzt mir gegenüber. Er hat uns nicht nur eigene Wahrnehmungen mitgebracht, sondern auch O-Töne der 5 Fraktionsführer. Hallo Maximilian.

Maximilian Langer
Hallo Nick.

Michael Nikbakhsh

Wir zeichnen diese Episode am 15. Jänner ab 9 Uhr auf. Zeitgleich ist der erste medienöffentliche Sitzungstag im Parlament eröffnet worden. Während Max und ich hier reden, sitzt Katharina Bagitz im Parlamentsgebäude, und zwar im sogenannten Ausschusslokal 1 im Erdgeschoss. Das ist bitte ein Sitzungsraum und keine Bar, benannt nach dem Physiker Erwin Schrödinger. Und im Ausschusslokal 1 Erwin Schrödinger starten also am 15. Jänner die ersten Befragungen. Und was an diesem Tag im Ausschuss beredet wurde, das wird Katharina Pagitz in der kommenden Ausgabe berichten. Da ist sie im Studio. Max, zu dir, zu eurem Ausflug nach Rossatz. Wenn man sich die Bilder anschaut, dann war da doch einiges los. Viele Medienleute Erzähl mal.

Maximilian Langer
Absolut. Wir sind gegen elf dort am Parkplatz angekommen. Es waren einige Medienleute schon dort, die meisten haben aber etwas weiter oben gewartet, dort wo der Bus ankommt. Die Gasserl drunter sind ja etwas eng. Es war ein Haufen Polizeidort und eben auch der Walter Rosenkranz, der privat angereist ist, der ist nicht im Bus mitgefahr.

Michael Nikbakhsh
Okay, also die Abgeordneten haben aus Wien einen Bus gechartert, aber Rosenkranz kam getrennt von ihnen. Er lebt auch, glaube ich, soweit ich weiß, dort in der Gegend. Viel Polizei, dazu kommen wir noch. Die Polizei hatte dort Sicherungsaufgaben, nämlich an Ordnungsdienst, damit alles glatt abläuft.

Es gibt einen Parkplatz, der ist insofern als Wegpunkt wichtig, weil wenn man von dem Parkplatz auf die eine Seite schaut man Richtung Donau und wenn man auf die andere Seite schaut, schaut man Richtung Haus in Rossatz. Das ist der Platz, den Christian Pilnacek am 20. Oktober gegen 1 Uhr verlassen hat, das Haus, das damals seine Freundin Karin Wurm bewohnte. Und dann seid ihr, nehme ich an, von diesem Parkplatz Richtung Donau gegangen.

Maximilian Langer
Genau, Treffpunkt war eben dieser Parkplatz. Walter Rosenkranz, bevor wir eben zu diesem Seitenarm gegangen sind, hat noch ein paar Grundbedingungen geklärt. Also zum einen, es ist ein öffentlicher Ort, auch wir Journalistinnen und Journalisten dürfen uns dort frei bewegen. Wir sollen halt achtsam sein, also wir sollen den Abgeordneten nicht im Weg stehen.

Er hat gesagt, es ist ein Mann von der Landespolizeidirektion Niederösterreich, da Chefinspektor, der eben die Umstände dort den Abgeordneten erklären wird. Und er hat eben gesagt, das soll alles in drei Gruppen stattfinden. Drei Gruppen heißt, dass man sich eben nicht im Weg steht. Du kennst die Bedingungen dort, es ist jetzt nicht allzu viel Platz. Und genau.

Micheal Nikbakhsh

Okay, das heißt dann dort hingepilgert Grüppchenweise. Waren das gemischte Gruppen, also Journalistinnen und Journalisten mit der Politik oder waren die unter sich?

Maximilian Langer
Grundsätzlich wäre es so gedacht nach Fraktionsgröße? In Wahrheit hat es überhaupt nicht funktioniert. Also die erste Gruppe ist vorgegangen zu dem Fundort von Pilna, wo eben der Baggerfahrer der Via Donau, eben Christian Pilnak. Entdeckt hat in der Donau. Und die ganzen Medienleute sind mit ihm mit diesem Tross mitgegangen, mit dieser ersten Gruppe.

Michael Nikbakhsh
Also es hat sich die Trennung nicht so scharf vollziehen lassen. Übrigens richtigerweise, Christian Polnischek wurde im Seitenarm der Donau gefunden, nicht in der Donau selbst. Das ist ganz wichtig, weil das ist ein stehendes Gewässer im Gegensatz zur Donau. Wer schon mal dort war, wird, ich habe es in einer der Podcast Episoden gesagt, feststellen, dass dort natürlich wenig überrasch, hauptsächlich viel Gegend ist. Also die Frage, was man dort zu sehen bekommen hat, ist in einem Podcast doppelt schwierig, wenn man kein Foto herzeigen kann. Wie hat sich das dann, als der Tross dann zum Wasser kam, wie hat sich das dann zugetragen, um tatsächlich zum Wasser zu kommen? Muss man über eine Böschung oder über ein Abflussrohr oder am Abflussrohr herumsteigen, wenn man nicht stürzen möchte? Sind dann alle der Reihe nach tatsächlich ans Wasser gegangen?

Maximilian Langer

Nein, wir sind diesen Treppelweg entlang gegangen und haben dann von oben eben runtergeschaut. Einige eher Kameraleute sind dann weiter runter, diese Böschung weiter runter. Ich glaube, das hat aber nur damit zu tun gehabt, damit sie andere Perspektiven an der Kamera haben.

Michael Nikbakhsh
Du hast gesagt, dass Walter Rosenkranz hat einleitende Worte gesprochen, was die Organisation betrifft. Und dann gab es aber offenbar jemanden von Seiten der Polizei, der dann den Abgeordneten auf Grundlage der polizeilichen Aktenlage die Auffindungssituation am 20. Oktober beschrieben hat. Kann man sich das so vorstellen und was genau wurde da beschrieben?

Maximilian Langer
Genau, es wurde eben beschrieben, der Auffindungsort, also wo der Baggerfahrer Pilnacek entdeckt hat. Es wurde gezeigt, wo die Zigarettenpackung von Pilnacek gefunden wurde, wo er vermeintlich eingestiegen ist, wo die Fußabdrücke Richtung Seitenarm gehen. Das wurde von dem Chefinspektor von der Landespolizeidirektion eben so beschrieben.

Michael Nikbakhsh
Ich hatte im Vorfeld von einem Abgeordneten gehört, dass Fragen an in dem Fall den Vertreter der Polizei nicht vorgesehen seien, weil dieser jetzt nicht als Auskunftsbesondere ist, sondern eher tatsächlich informell, formell. Also wurden dann wahrnehmbar Fragen gestellt?

Maximilian Langer
Es wurden schon Fragen gestellt.

Michael Nikbakhsh
Gab es, soweit ihr das mitbekommen habt, Angaben zur damaligen Wassertiefe, die ja durchaus immer wieder auch ein Thema in der Dunkelkammer war, wurde das besprochen?

Maximilian Langer
Ich muss gestehen, ich habe versucht, diesem Chefinspektor zuzuhören, bin zwei Meter hinter ihm gestanden. Er hat allerdings so leise geredet, also ich konnte nicht genau verstehen, was er jetzt sagt und ob es da um Wassertiefe geht.

Michael Nikbakhsh
Wie lange habt ihr euch insgesamt dort aufgehalten?

Maximilian Langer
Das dürfte schon eine Stunde gewesen sein, der wir da diesen Treppelweg auf und ab gegangen sind, wo die Medienleute eben auch Gelegenheit hatten, mit den Abgeordneten, vor allem mit den Fraktionsführern zu sprechen, kurze Statements einzuholen.

Michael Nikbakhsh
Wir haben diese Statements auch eingeholt. Danke dafür. Die spielen wir dann gleich aus praktisch die Zusammenfassungen der Wahrnehmungen dort sind. Man muss jetzt fairerweise sagen, es gab von den Eindrücken her wahrscheinlich nicht wahnsinnig viel zu gewinnen. Es ist eher Atmosphäre, beziehungsweise wie es die Abgeordneten dann ausgedrückt haben, wichtig für, wenn man es querschneidet mit dem, was man dort gesehen und erfahren hat, mit den Akten, die man dann studiert. Aber es gab natürlich auch Kritik an dem Ausflug. An sich Kritik insbesondere von ÖVP-Fraktionsführer Andreas Hanger, der meinte, das sei ein steuerfinanzierter blauer Wandertag. War's das?

Maximilian Langer

Also alle anderen Fraktionen haben diese Kritik eben nicht geübt. Ich weiß jetzt nicht, inwiefern meine persönliche Meinung da zählt, aber um eben, wenn man diese Aktenlage sieht und vor sich hat, ist es, glaube ich, schon enorm wichtig auch zu sehen, wo ist diese Einstiegsstelle. Ich glaube, die Abgeordneten können sich tatsächlich danach etwas besser vorstellen.

Michael Nikbakhsh
Ja, also deine Meinung ist da durchaus auch wichtig und ich war selber dort. Also man schaut sich das natürlich an, sinnvollerweise, um sich ein ein räumliches Bild zu verschaffen. Man muss bei Andreas Hanger vielleicht dazu sagen, wir hören es dann auch gleich, er hat die Kritik insofern präzisiert, dass er meinte, es kann ja jeder dorthin fahren, sich das anschauen ist ja öffentlicher Raum, da muss man jetzt nicht unbedingt eine aufwendige Exkursion veranstalten, aber einen Punkt gibt es da schon. Wenn man in großen Gruppen irgendwo hingeht, ist es wahrscheinlich schwierig sich. Du hast es selber gesagt, es gab einen Polizisten, der dort Erklärungen gemacht hat, die waren aber so, dass man sie kaum verstanden hat, weil er sehr leise gesprochen hat. Also um wirklich Erkenntnisse zu gewinnen, reißt es sich wahrscheinlich sinnvollerweise in kleineren Gruppen.

Max Langer
Wahrscheinlich.

Michael Nikbakhsh

Okay, dann hören wir doch mal rein, was die Abgeordneten zu diesen Stunden am Ufer des Seitenarms und zu der Exkursion an sich zu sagen haben. Fünf haben wir immer überlegt, in welcher Reihenfolge wir anfangen. Es ist eh wurscht, aber nehmen wir doch Sophie Wotschke, sie ist Fraktionsführerin der NEOS, sie erster Untersuchungsausschuss. Fair enough, dass wir sie anfangen lassen. Hören wir mal rein, was Sophie Wotschke zu dem Tag oder den Stunden in Rossatz, die sie verbracht haben, zu sagen hat.

Katharina Pagitz
Frau Wotschke was ist Ihr heutiges Resümee von der Begehung heute?

Sophie Wotschke
Also in Anbetracht der Beschaffenheit des Ortes. Hier ist für uns schon fraglich, wieso man so schnell auf Suizid schließt, wieso man nicht auch wegen einem Unfall ermittelt. Und hier ist die Wieso, was könnte es für ein Interesse gegeben haben, das Ermittlungsverfahren so schnell zu beenden? Ihr habt keine Daten sicherzustellen. Wir wissen ja, das Handy wurde an die Witwe übergeben und mit dem Bunsenbrenner verbrannt. Wir wissen, die Smartwatch ist jetzt immer noch nicht fertig ausgewertet. Zweieinhalb Jahre später liegt kein Endbericht vor und wir wissen auch, dass der Laptop nur über Umwege zur Justiz zurückgekommen ist, anfangs aus dem Verfahren rausgehalten wurde und auch hier kein Endbericht vorliegt. Wie gesagt, fast zweieinhalb Jahre nach Ermittlungsstart. Und da fragen wir uns, wieso das so ist und das kritisieren wir auch.

Katharina Pagitz
Und wie sinnvoll war für Sie heute dieser Lokalaugenschein im Zuge dessen?

Sophie Wotschke
Für den gesamten Untersuchungsausschuss ist es sinnvoll, hier vom selben Bild auszugehen, insbesondere für die Abgeordneten, die drinnen sitzen. Wir waren letzte Woche als NEOS-Team vor Ort und ja, es hilft, die Akten besser zu verstehen.

Michael Nikbakhsh
Die NEOS waren schon dort, haben sich das angeschaut und im Zweifelsfall ist es natürlich gut, wenn alle den annähernd gleichen Wissensstand haben, also in dem Fall auch die annähernd gleiche räumliche Vorstellung von einem Ort. Initiiert hat diesen Ausschuss die FPÖ. Und jetzt hören wir doch rein, was Christian Hafenecker zu dem Augenschein zu sagen hat.

Katharina Pagitz
Was war der heutige Erkenntnisgewinn für Sie?

Christian Hafenecker
Das war wichtig. Ich habe das hier schon zweimal gesehen. Das war, glaube ich, wichtig für alle Abgeordneten, die im Untersuchungsausschuss sind, einmal zu sehen, wie klein der Bewegungsradius hier eigentlich ist. Also auf der einen Seite das Wohnhaus, wo Christian Pilnacek zumindest teilweise gelebt hat, auf der anderen Seite die vermutete Einstiegsstelle und schlussendlich dann die Auffindungsstelle, die aus meiner Sicht trotzdem interessant ist, weil sie bei Niedrigwasser schon spannend ist, dass man 50 Meter abgetrieben wird und fast auf die andere Seite des Ufers.

Und das einmal zu sehen, ist, glaube ich, wichtig, um dem eigentlichen Sinn des Untersuchungsausschusses auch nachzugehen, ob hier die Ermittlungen richtig stattgefunden haben, ob erstens einmal die Örtlichkeit ordnungsgerecht abgesperrt worden ist und wie hier alles abgelaufen ist. qUnd das ist vor allem deswegen wichtig mit dem Lokalaugenschein, weil wir auf der einen Seite haben wir das Glück, dass uns die Einsatzkräfte von damals in den nächsten Tagen im Untersuchungsausschuss zur Verfügung stehen werden für Befragungen und da finde ich es wichtig, dass wir nicht die Herrschaften über Gebühr mit Fragen beanspruchen und strapazieren, sondern dass wir möglichst effizient und schnell die offenen Fragen klären können, damit die danach wieder gehen können.

Michael Nikbakhsh
Sitzungsökonomie. Passt alles gut, wichtig. Wie war das denn da am Ufer? Sind da jetzt dann schlussendlich tatsächlich immer alle beieinander gestanden oder haben sich die Fraktionen auch voneinander getrennt und haben dann kleine Stehungen veranstaltet?

Maximilian Langer
Es ist also, du weißt ja, wie es ausschaut, dort wo der Baggerfahrer eben den Pilgerscheck entdeckt hat, dort hat sich das eigentlich alles abgespielt. Sind alle Fraktionen dann schlussendlich dort gestanden, die Medienvertreter rundherum. Es hat sich schon ein bisschen getrennt, aber dass jetzt die Abgeordneten groß miteinander geredet hätten, sich ausgetauscht hätten, das hätte ich jetzt nicht mitbekommen.

Michael Nikbakhsh
Hat eigentlich Walter Rosenkranz, abgesehen davon, dass er organisatorisch eröffnet hat, darüber hinaus noch Initiative gehabt oder war er dann auch einfach unter den Zuhörenden?

Maximilian Langer
Er war vor allem einmal in der ersten Gruppe, ist vorgegangen, wollte dann die zweite Gruppe holen, die hat dann glaube ich nur noch aus NEOS und Grünen bestanden, hat die dazu geholt. Groß aufgefallen ist er danach eigentlich nicht mehr.

Michael Nikbakhsh
Ich schlage vor, wir hören rein, wie Andreas Hanger den Ausflug nach Rossatz resümiert.

Katharina Pagitz
Was haben Sie heute mitgenommen von einem Lokalaugenschein? Was ist Ihr Resümee?

Andreas Hanger

Mein Resümee ist, dass meine Skepsis, die ich schon im Vorfeld kommuniziert habe, sich bestätigt hat. Für mich persönlich kein Erkenntnisgewinn, muss aber schon dazu sagen, ich kenne die Situation, ich habe mir das schon einmal vor einigen Wochen selber auch angesehen, weil ich auch einen Überblick haben wollte.

Wieso es dafür eine riesige parlamentarische Delegation braucht, weiß ich nicht, das kann ich nicht nachvollziehen. Jeden Abgeordneten wäre schon noch im Vorfeld freigestanden, sich ein Bild vor Ort zu machen. Da braucht es keine riesigen parlamentarischen Delegationen, da braucht es keinen riesigen Polizeieinsatz. Also das sehe ich schon sehr skeptisch.

Katharina Pagitz
Aber das heißt, es hat Sie schon interessiert, wie es ausschaut und Sie waren schon mal da?

Andreas Hanger
Genau, also es gibt ganz einfache Möglichkeiten. Es ist ein öffentlicher Raum hier, das ist ein Spazierweg. Man kann einfach herfahren, komme selber aus dem Wahlkreis Mostviertel. Bei einer Nachhausefahrt von Wien bin ich ganz einfach einmal vorbeigefahren und habe mir das vor Ort angesehen und das ist ganz einfach möglich.

Michael Nikbakhsh
Ja, tatsächlich, man kann da jederzeit hinfahren. Es ist öffentlicher Raum. Also Andreas Hanger war dort, haben wir gelernt. Sophie Wotschke bzw. die NEOS waren dort, Christian Hafenecker hat sich das auch schon angeschaut gehabt und keine Überraschung, auch Nina Tomaselli kennt die Örtlichkeit. Das hören wir uns jetzt an.

Nina Tomaselli
Ich war bereits vergangenes Jahr am Karfreitag hier, um mir ein eigenes Bild zu machen und ich muss sagen, das hat mir persönlich beim Aktenstudium sehr, sehr geholfen, damit ich die Eindrücke, die ich hier gesammelt habe, besser mit den Informationen, die ja zahlreich sind in den Akten, besser connecten, verbinden kann. Und ich glaube, es ist gut, dass jetzt der komplette Untersuchungsausschuss, alle Abgeordneten am selben Informationsstand sind.

Michael Nikbakhsh
Das war Nina Tomaselli, einer fehlt uns noch, Jan Krainer, von dem habt ihr dann erfahren, dass er tatsächlich noch nicht dort war. Für ihn war es eine Premiere.

Maximilian Langer
Stimmt, für ihn war es eine Premiere, er wäre dorthin gefahren, aber dadurch, dass das Parlament einen Bus organisiert hat und dort gemeinsam hinfährt, hat er gesagt, braucht er sich so nicht anschauen und fährt mit dem Bus mit.

Michael Nikbakhsh
Na dann zum Abschluss noch das Resümee von Jan Krainer.

Jan Krainer
Ich habe mir jetzt einfach ein Bild machen können von den Begebenheiten vor Ort. Also wie weit die mutmaßliche Einstiegsstelle und der Auffindungsort voneinander entfernt sind, wie tief da circa dieser Donauseitenarm ist, wie steil die Böschung ist. Also es verändert sich ja hier, weil. Das ist ja natürlicher Flusslauf, aber die großen Sachen bleiben gleich.

Michael Nikbakhsh
Ja, die großen Sachen bleiben gleich. Es schaut dort noch ungefähr so aus, wie es damals ausgesehen hat. Aber richtigerweise muss man sagen, tatsächlich hat sich die Topografie verändert. Insofern war es quasi das, was es war. Man hat mal einen Eindruck gewonnen.

Man muss allerdings auch dazu sagen, auch das war ja bereits jetzt Gegenstand, öffentliche Äußerungen zum Ausschuss. Die Abgeordneten sind natürlich keine Soko, das sind keine Spuren sicherer. Insofern ist es jetzt nicht wahnsinnig entscheidend, ob da ein Hügel da noch war oder nicht. Das wird noch eine Rolle spielen, wie es dort ausgesehen hat, wenn wir dann zu Spurenbildern kommen. Das ist dann schon am ersten Sitzungstag im Parlament in Katharina Pagitz' Besuch der Fall. Darüber werden wir morgen reden.

Also während wir hier reden, laufen ja die Befragungen schon bzw. Haben sie begonnen. Ein Baggerfahrer, der Baggerfahrer, der via Donau, du hast es erwähnt, der Pilnac am Morgen des 20. Oktober 23 im Wassertreibend gesehen hat, der wird die erste Auskunftsperson sein. Dann ein Feuerwehrmann, der auch Polizist ist und noch ein weiterer Polizist, der an der Spurensicherung beteiligt war am Auffindungsort. Das wird dann quasi, ab da wird es dann sehr viel konkreter.

Maximilian, vielen Dank, dass du und Katharina Pagitz den Ausflug mitgemacht habt und diese Wahrnehmungen mit uns geteilt habt. Es gab einen geselligen Abschluss, gab es nicht. Das sind dann alle, so wie sie gekommen sind, wieder nach Hause gefahren.

Maximilian Langer
Ich gehe davon aus. Also wir sind zumindest wieder nach Hause gefahren. Ja, vielleicht etwas schade. Bei Sonnenschein wäre vielleicht noch was möglich gewesen, aber der Nebel ist so gestanden dort. Man hat nicht einmal wirklich erkennen können, dass man jetzt gerade in der Wachau ist.

Michael Nikbakhsh
Alles klar. Lieber Maximilian, vielen Dank für die Zeit. Vielen Dank für deinen Bericht. Wir hören deine Stimme zum Bildner Check Ausschuss demnächst wieder.

Maximilian Langer
Dankeschön.

Fotocredit: Katharina Pagitz
Autor:in:

Michael Nikbakhsh

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

10 folgen diesem Profil

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.