Die Dunkelkammer
Google, ein Rechenzentrum – und (keine) Politik

Von Edith Meinhart. "Digitalisierung braucht Demokratie", lautet das Credo der kürzlich ins Leben gerufenen Bürgerinitiative "Rechenzentrum Kronstorf". In der beschaulichen 3500-Einwohner Gemeinde in Oberösterreich baut Google derzeit eine gigantische Serverfarm. Mit gravierenden Folgen für Mensch und Umwelt. Wie hält es die Politik mit den Tech-Riesen, die den Globus mit sogenannten Hyperscalern überziehen? Im Fall Kronstorf war von ihr bisher wenig oder eher schön Geredetes zu hören. Doch seit der ersten Dunkelkammer-Folge im April ist viel passiert: Die Medien und die breite Öffentlichkeit sind aufgewacht. Grüne und SPÖ fordern gesetzliche Verschärfungen. Die ÖVP wehrt ab.

Edith Meinhart
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Dunkelkammer. Mein Name ist Edith Meinhart. Etwa 3 Monate sind vergangen, seit in der Dunkelkammer erstmals die Rede von dem riesigen Rechenzentrum war, das der US-Tech-Gigant Google in der oberösterreichischen Gemeinde Kronstorf baut. Rückblickend muss man sagen: Diese Folge, 313, war ein Weckruf.
Seither ist viel passiert. Zum einen wurde eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen. Thomas Fink, der in der erwähnten Google-Episode mein Studiogast war, war daran maßgeblich beteiligt. Nach dem Podcast haben sich Mitstreiterinnen und Mitstreiter bei ihm gemeldet.
Zum anderen sind Medien reihum aufgewacht. Bis dahin war über das riesige Bauvorhaben kaum berichtet worden, sieht man von ein paar Artikeln in Bezirkszeitungen und regionalen Blättern ab. Mitte Mai befasste sich eine weitere Dunkelkammer-Episode. Es handelt sich um Nummer 324 mit dem Google-Vorhaben, genau genommen mit dem Echo, das der erste Podcast hervorgerufen hat. Es war beträchtlich.
Anfang Juli kam in der Dunkelkammer dann der Raumplaner und Uni-Professor Gernot Stöglehner zu Wort, ein ausgewiesener Experte für Energie-Raum-Planung. Nachzuhören in Folge 345.
Die drei Dunkelkammer-Podcasts haben flächendeckende Berichterstattung nach sich gezogen. Inzwischen gibt es kaum noch ein Medium, das sich nicht mit dem Google-Rechenzentrum und seinen gravierenden Folgen für Mensch und Umwelt befasst hätte, allen voran seinem beträchtlichen Verbrauch an Strom, Wasser und Boden. STANDARD, ORF Oberösterreich, Bundesländerzeitungen, Profil, Falter, PULS 24, ZIP 2 und noch einige mehr.
Ich selbst habe einen Artikel für das Monatsmagazin DATUM geschrieben, den Herausgeber Sebastian Laudon als Podcast eingelesen hat. Den Link zum Nachhören stelle ich in die Shownotes.
Kurzum, innerhalb weniger Wochen ist sowohl die örtliche Bevölkerung als auch die breite Öffentlichkeit darauf aufmerksam geworden, dass sogenannte Hyperscaler ihren Preis haben, keinen geringen. Die Weichen zum Rechenzentrum in Kronstorf wurden vor fast 20 Jahren gestellt, ohne jedes mediale Aufsehen, ohne öffentliche Debatte und laut der Bürger*innen-Initiative, die sich schlicht Rechenzentrum Kronstorf getauft hat, auch ohne Information der örtlichen Bewohner.
Die längste Zeit schien das Vorhaben nicht und nicht vom Fleck zu kommen, bis vor einem Jahr der Bau genehmigt wurde, übrigens immer noch weithin unbemerkt. Beantragt hat ihnen eine Volo2 GmbH, hinter der die irische Google-Tochter RAIDEN Unlimited Company steht. Die Baustelle erstreckt sich über insgesamt 50 Hektar, umgerechnet etwa 70 Fußballfelder.
Sie schreckte die Bevölkerung erst auf, als ein paar normale Bürger mithilfe von Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz an Projektunterlagen herankamen. Das erklärte Harald Müllner namens der Initiative Rechenzentrum Kronstorf am 17. Juli bei einer Kundgebung in der bis dahin eher beschaulichen 3.500 Einwohner zählenden Gemeinde. Der Protest stand unter dem Motto "Digitalisierung braucht Demokratie", und man könnte ergänzen: "Demokratie braucht Transparenz".
Und damit ist es in der Causa Google-Rechenzentrum nicht zum Besten bestellt. Am 23. April fand in Kronstorf der Spatenstich statt. Landeshauptmann Thomas Stelzer, ÖVP, hielt einen Google-Hupf mit Google-Fähnchen in die Kamera und lobte den gelungenen Brückenschlag zwischen Tradition und Innovation.
Christine Andlanger-Winter, Geschäftsführerin von Google Österreich und der Schweiz, sprach von einer "langfristigen Vision für Europa". Und für den Kronstorfer Bürgermeister Christian Kollarig, ÖVP, stellte das Rechenzentrum einen "Magneten für Betriebsansiedelungen" dar.
Jedoch: Die versprühte Zuversicht kam längst nicht mehr bei allen an.
Die Vorgeschichte. Zunächst war von einem 150-Megawatt-Stromanschluss auszugehen. Das ist fast so viel, wie das Donau-Kraftwerk Freudenau leisten kann, das rein rechnerisch immerhin die Hälfte der Wiener Haushalte versorgen könnte. Das war die erste Ausbaustufe, die allerdings schon längst nicht mehr Stand der Dinge ist. Als sich abgezeichnet hat, dass größere Pläne in der Schublade liegen, habe ich bei Google nachgefragt und die Auskunft erhalten, spätere Erweiterungen würden jedenfalls unter 500 Megawatt bleiben. Inzwischen hat ÖVP-Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner in seine Zuständigkeit fallen neben Wirtschaft, Arbeit, Tourismus, Europa, Sport auch Energie und Raumordnung. Bekannt gegeben, dass das Google-Rechenzentrum deutlich größer als ursprünglich geplant ausfallen wird, genau genommen zweieinhalbmal so groß.
Was das in Zahlen bedeutet, legte Netz Oberösterreich gegenüber der Austria Presse Agentur dar: Die zweite Ausbaustufe könnte demzufolge bis zu 4,4 Terawattstunden Strom pro Jahr benötigen. Zum Vergleich: Vom Inn bis zur Salzach, vom Böhmerwald bis zum Dachstein und den Kalkalpen verbraucht das gesamte Bundesland Oberösterreich im Jahr rund 14 Terawattstunden Strom. Die Zahl bezieht sich auf 2024. Und 4,4 Terawattstunden könnte künftig also auf ein einziges Datenzentrum entfallen.
Rechenleistung gilt als neue harte Währung einer Volkswirtschaft. Man könnte es auch so formulieren: Ohne digitale Infrastruktur kein Cloud-Computing und keine künstliche Intelligenz. Das macht die Frage, ob und wie sich diese riesigen Datenzentren ansiedeln, eminent politisch. Wie hält es die heimische Politik mit US-Tech-Konzernen wie Amazon, Microsoft, Google und Co., die allen voran den Globus mit ihren gigantischen Anlagen überziehen? Im Fall Kronstorf war von den politisch Verantwortlichen die längste Zeit auffallend wenig oder eher schön geredetes zu vernehmen. Als wären die US-Hyperscaler ein ungetrübtes technologisches Fortschrittsversprechen, ohne Folgen für Boden, Wasser, digitale Souveränität und last but not least den Stromverbrauch.
Eine Zahl, um die Dimension zu veranschaulichen: Allein Google weist in seinem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht für das Vorjahr einen Stromverbrauch von insgesamt fast 44 Millionen Megawattstunden aus. Etwa so viel, wie ganz Griechenland in einem Jahr an Strom benötigt, wie das Online-Magazin Telepolis ausgerechnet hat. Tendenz steigend. Prognosen der EU-Kommission zufolge könnte der Strombedarf der Rechenzentren bis 2030 mehr als 3 Prozent des gesamten EU-Stromverbrauchs betragen.
Zurück in die beschauliche Marktgemeinde Kronstorf. Selbst von den Grünen gab es zum dort geplanten Rechenzentrum bisher kaum kritische Töne. Das ändert sich nun. Ende Juni forderten die oberösterreichischen Grünen via Medien eine "verbindliche Strategie zur Nutzung der Abwärme". Die Prozessoren tausender Server laufen heiß, die Hitze muss wieder abgeführt werden. Ein Prozess, der laut Experten fast so viel Energie brauchen kann wie die Rechenleistung selbst.
Derzeit lässt der Konzern an der Enns vier Brunnen graben, die sogenanntes Uferfiltrat fördern sollen. 202 Liter pro Sekunde darf Google entnehmen, 17 Millionen Liter am Tag, 2 Milliarden Liter im Jahr. Mit dieser Menge an Wasser ließe sich eine 50.000-Einwohner-Stadt versorgen. Die oberösterreichischen Grünen pochen nun darauf, das Maximum aus dem Energie-Großverbraucher Google herauszuholen und dafür zu sorgen, dass die entstehende Hitze sinnvoll eingesetzt wird, etwa zum Heizen von Wohnungen, Schulen und Betrieben. Allein bis dato fehlt es an den dafür nötigen Fernwärmeleitungen.
Am 10. Juli, zwei Wochen später, mahnte Grünen-Landesrat Stephan Keiner per Presseaussendung zu den gesetzlichen Änderungen ein. Stichwort: Umweltverträglichkeitsprüfung. Auf diese konnte man in Kronstorf überraschenderweise verzichten, weil das Gesetz an entscheidender Stelle vage formuliert ist. Das führt zu der absurden Situation, dass für jedes größere Windrad eine UVP vorgeschrieben ist, nicht jedoch für ein gigantisches Rechenzentrum. Der Grund: Als das UVPG geschaffen wurde, gab es Hyperscaler schlicht noch nicht. Deshalb kommen sie naturgemäß hier auch nicht vor. Nun soll nachgeschärft werden. Zumindest, wenn es nach den oberösterreichischen Grünen geht.
Wörtlich heißt es in dem Keiner-Statement: "Projekte dieser Größenordnung sollten vor einer etwaigen Genehmigung einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden." Das ist hier jedoch nicht der Fall, weil Rechenzentren gesetzlich nicht in den Anwendungsbereich des UVPG fallen. Nachdrücklich fordert der Grünen-Landesrat, die ökologischen Auswirkungen der riesigen Anlage genau zu prüfen und dafür zu sorgen, dass, Zitat: "Der für die Genehmigung zuständige Landesrat Achleitner die Bevölkerung transparent informiert und nicht nur jubelt." Zitat Ende. Kleine Erinnerung: Bis vor wenigen Wochen hatte auch der Grüne an dem Standort in Oberösterreich wenig auszusetzen. In einem Instagram-Post bekräftigt Keiner da seine Kritik. Hören wir kurz rein.
In den letzten Wochen und Monaten haben wir viele Angriffe wegen dieser großen Google-Baustelle in Kronstorf. Und die Skepsis und die Kritik, die es da gibt, die kann ich absolut nachvollziehen. Es ist ein Wahnsinn, dass wir Dutzende Hektar fruchtbarstes Ackerland für ein Rechenzentrum von einem amerikanischen Tech-Konzern einfach umwidmen. Und das ist überhaupt keine Seltenheit, weil seit FPÖ-VB in Oberösterreich regiert, funktioniert das so. Wirtschaftsentwicklung passiert immer auf der grünen Wiese. Und dabei geht uns das Land verloren, das wir für die Lebensmittelproduktion dringend brauchen. Außerdem hat keiner detaillierte Informationen dazu, wie viele Ressourcen werden die wirklich brauchen, wie viel Strom wird da verbraucht und wo soll der Strom eigentlich herkommen, wenn sie uns in Oberösterreich die Windräder verbieten wollen? Das alles bleiben die Schuldigen, Google und der zuständige Landesrat auch. Wir werden da dranbleiben und wenn die das Thema interessiert, dann folgt mir einfach.
Neben diversen Umweltverbänden zieht auch die SPÖ an gemeinsamen Strang. Die Roten drängen ebenfalls darauf, die UVP-Kriterien zu überarbeiten. SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr kündigte an, die Forderung in die anstehende Novellierung des UVP-Gesetzes einzubringen.
Global 2000 fordert von Achleitner ein Moratorium, eine strategische Denkpause. Die Umwelt-NGO hat gemeinsam mit dem Öko-Büro eine Studie zu den Schwellenwerten für Datenzentren im UVP-Verfahren verfasst. Den Link dazu findet ihr ebenfalls in den Shownotes.
Thomas Fink, der erste Studiogast der Dunkelkammer zum Thema Google-Rechenzentrum und Mitbegründer der Bürger*innen-Initiative, fühlt sich bestätigt. Eine von Global 2000 in Auftrag gegebene Studie des Öko-Büro Österreich zeigt ganz klar, dass die Bedenken der Bürgerinitiative bezüglich einer UVP-Pflicht gerechtfertigt waren. Denn Rechenzentren würden aufgrund ihrer enormen Umweltauswirkungen jedenfalls im Sinne des UVP-Gesetzes einer UVP-Pflicht unterliegen. Allerdings sind Rechenzentren nicht explizit im Gesetz erwähnt und so weit es möglich, aufgrund von Einzelbescheiden diesen Datbestand der UVP-Pflicht, den automatischen Datbestand einer Prüfung, nicht auszulösen. Und hier ist es dringend notwendig, das Gesetz entsprechend zu adaptieren.
Von ÖVP-Seite kamen bisher nur abwehrende Signale. Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll preist die positiven Effekte für den Standort Österreich. Die für Energie zuständige Staatssekretärin Elisabeth Zehetner warnte, zusätzliche Hürden könnten wichtige Zukunftsinvestitionen gefährden. Auch der in Oberösterreich ressortzuständige ÖVP-Landesrat Markus Achleitner zeigt sich unbeeindruckt. In einer Fragestunde des Landtags lobte er den Industriestandort und bemühte sich, Sorgen zu zerstreuen. Ein Großverbraucher wie Google könnte den Strompreis unter Druck bringen.
Im letzten Jahr mehr erneuerbaren Strom erzeugt, als wir insgesamt überhaupt verbrauchen. Das nutzt nur nichts, wenn das Fenster ist und kein Wind geht. Das heißt, wir brauchen jetzt schon internationale Beziehungen an den internationalen Markt. Das wird auch künftig so sein. Aber der Zusammenhang, dass jetzt große Betriebe investieren, Gott sei Dank in Oberösterreich, und deswegen die Strompreise steigen, der ist nicht zutreffend, nicht zulässig. Auch die VÖST baut Gott sei Dank jetzt einen neuen Hochofen, quasi auf Basis von Erneuerbaren. Auch da wird der Strombedarf deutlich steigen. Und trotzdem ist es eine richtige und gute Entwicklung. Und wir schauen, dass wir im gesamten Energiemix von Wind, von PV, von Wasserkraft, von Geothermie etc. alles ausbauen, was es hergibt.
Gegenüber dem ORF Oberösterreich verteidigt Achleitner den von Google zügig vorangetriebenen größeren Ausbau der Anlage in Kronstorf. Sie wird damit zu einer der größten in Europa mit dem weltweit steigenden Bedarf an Rechenleistung für Anwendungen der künstlichen Intelligenz. Das geplante Rechenzentrum könne Oberösterreich in diesem Bereich stärken, meint Achleitner. Außerdem seien von der historisch einzigartigen Milliardeninvestition Impulse für die regionale Bauwirtschaft zu erwarten.
In einer sogenannten Medieninfo ließ der Wirtschaftslandesrat kürzlich zu dem wissen, das Gesamtprojekt werde, Zitat: "So wie die erste Ausbaustufe, penibel geprüft." Zitat Ende. Ob das eine beruhigende Nachricht ist, sei dahingestellt. Was genehmigt ist, ist genehmigt. Anders formuliert: Für eine UVP scheint es zu spät.
In Kronstorf wird seit Monaten gebaggert und betoniert. Das weiß auch die lokale Bürger*innen-Initiative. Um ein Gespräch mit dem zuständigen Landesrat bemüht sie sich dennoch. Bisher gestaltet sich die Anbahnung jedoch schwierig, wie Harald Müllner, einer der Sprecher der Plattform, schildert.
Natürlich suchen wir als parteiunabhängige Initiative den konstruktiven Dialog mit allen politischen Kräften, um unsere Heimat nachhaltig zu gestalten. Während wir mit der SPÖ und den Grünen bereits im Dialog sind, sind unsere Anfragen an die ÖVP unbeantwortet geblieben. Bei der FPÖ steht eine Rückmeldung auch noch aus.
Wir lassen uns dabei von Albert Schweitzer leiten. Das Gemeinwohl ist das Ziel, für das wir alle arbeiten müssen. Genau diesen sachorientierten Anspruch fordern wir ein. Gerade bei so kritischen Projekten wie das Datacenter in Kronstorf. Fragen, die eine Antwort haben, gibt es genug.
Eine davon betrifft das seit den 1970er-Jahren geltende Wasserschongebiet in Kronstorf und der Nachbargemeinde Hagelsberg. Warum wurde dieses 2014 plötzlich aufgehoben? Hören wir Thomas Fink, den ersten Dunkelkammer-Gast zum Thema Google-Rechenzentrum.
Eine Frage, die mich gerade sehr interessiert, ist, dass im Jahr 1978 aufgrund des Wasserrechtsgesetzes das Grundwasser der Gemeinden Tittach, Enns, Hagelsberg und Kronstorf, also genau das vom Rechenzentrum betroffene Gebiet, zum Grundwasserschongebiet erklärt wurde. Und die Verordnung in ihrer Letztfassung dann von 2009 im Jahre 2014 vom damaligen Landesrat ohne weitere Begründung aufgehoben wurde. Und die Frage ist einfach: Was war die Intention und wie ist es dazu gekommen?
Die inzwischen aufgestellte Bürger*innen-Plattform verlangt Fakten und Taten. Mit schönen Worten ist es für sie nicht getan.
Zum Abschluss ein Blick über die Grenzen Österreichs. Auf europäischer Ebene soll eine Verordnung auf den Weg gebracht werden, die Rechenzentren mit einer IT-Leistung über 500 Kilowatt verpflichtet, ihren Energie- und Wasserverbrauch offenzulegen. Der Finanzdienstleister Bloomberg berichtete kürzlich auf seinem Online-Medienportal über den Entwurf dieser Verordnung.
Bleiben wir bei den globalen News. Wenige Tage nach dem Spatenstich am 23. April in Kronstorf machte Google international Schlagzeilen. Anlass war ein umstrittener Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium. Dieser ebnet den Weg dafür, dass das Pentagon KI-Modelle von Google militärisch nützen kann. Dass sie für autonome Waffen und Überwachung eingesetzt wird, befürchten Experten. Selbst in der eigenen Belegschaft schrillen die Alarmglocken. 600 Google-Mitarbeiter protestierten in einem offenen Brief gegen den Deal.
In den USA, die vielerortens von Trockenheit und Dürren geplagt werden, wächst der Widerstand gegen neue Rechenzentren. Vor allem wegen ihres exzessiven Verbrauchs von Wasser und Strom. In manchen Regionen haben sich die Strompreise mittlerweile fast verdreifacht. Wie das Umfrageinstitut Gallup im Mai erhob, wollen 7 von 10 US-Amerikanern, 71 Prozent sind es ganz genau, nicht neben einem Rechenzentrum leben.
Das war es für heute. Fortsetzung folgt. Das kann ich versprechen.
Ich habe vorhin übrigens gesagt, es sei vielleicht zu spät, um am Google-Rechenzentrum in Kronstorf noch etwas zu ändern. Möglicherweise stimmt das nicht. Vielleicht bräuchte es nur etwas mehr Transparenz, Weitblick und mutige Politiker*innen. Darum geht es demnächst hier in der Dunkelkammer.
Für heute vielen Dank fürs Zuhören. Ich freue mich sehr, wenn Sie das nächste Mal wieder dabei sind.
Das war die heutige Ausgabe der Dunkelkammer. Wenn ihr unser Medium mit einem Abo oder einer Spende unterstützen wollt, die Links dazu gibt es auf www.dunkelkammer.at. Hinweise und Feedback bitte an redaktion@dunkelkammer.at. Vielen Dank fürs Zuhören.

Autor:in:

Livio Koppe

Livio Koppe auf LinkedIn

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.