Cash or Crash
Österreich ist Weltmeister
Österreich hat rund 160 Unternehmen, die an der Weltspitze mitspielen. Aktiv sind diese Unternehmen in speziellen Bereichen, den sogenannten Nischenmärkten. Deshalb sind sie der Weltöffentlichkeit nicht so bekannt. Und deshalb bezeichnen Wirtschaftsexperten diese Unternehmen als Hidden Champions, was frei übersetzt soviel wie „heimliche Weltmeister“ bedeutet.
Die Bandbreite der österreichischen Hidden Champions reicht von milliardenschweren Konzernen wie der voestalpine bis hin zu hochspezialisierten Mittelstandsbetrieben wie Komptech. Die voestalpine ist Weltmarktführer bei Werkzeugstahl, Komptech stellt Maschinen und Anlagen für das Abfallrecycling her. Andere heimliche Weltmeister sind zum Beispiel der Kristallglaskonzern Swarovski, der Baustoffriese Wienerberger oder der Seilbahnhersteller Doppelmayer.
Zuletzt haben die österreichischen Weltmeister zusammen einen Umsatz von 136 Milliarden Euro erzielt und 577.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Weltweit gibt es an die 4.000 Hidden Champions. Rechnet man die Zahl der Hidden Champions auf die Zahl der Einwohner pro Land um, dann liegt Österreich weltweit sehr weit vorne.
Hallo, schön, dass ihr wieder dabei seid zu meinem Podcast "Cash or Crash". Ja, wir in Österreich, wir jammern viel, das muss man ja ganz ehrlich einmal zugeben. Manchmal auch zu Recht, sehr oft zu Unrecht. Und ich bin der Meinung, wenn man zu viel jammert, kann man sich auch gleich selber einmal eingraben. Und deshalb heute ein positives Thema. Weil wir sind in Österreich auch in vielen Dingen super und spitze. Zum Beispiel jetzt im Sport, im Fußball, wo wir bei der Fußball-WM dann ab Juni nach langer Zeit wieder einmal mitspielen.Das Thema Fußball-Weltmeisterschaft ist eh ein gutes Stichwort und passt, glaube ich, sehr gut zum Thema, über das ich heute sprechen möchte, weil Österreich ist nämlich auch in der Wirtschaft oft sehr weltmeisterlich. Wir haben sehr viele Unternehmen, die an der Weltspitze mitspielen. Mitspielen an der Weltspitze heißt, die sind also nicht nur dabei, sondern die sind mindestens unter den Top drei in ihrer Branche, in ihrem Bereich, wenn nicht sogar eben, wie gesagt, Weltmarktführer.
Und nicht weniger als rund 160 Unternehmen sind eben Weltspitze und dazu komme ich dann eh noch im Detail.Wichtig ist, dass wir nur noch einmal festhalten müssen, diese Unternehmen sind hauptsächlich in einem speziellen Bereich tätig, in sogenannten Nischenmärkten, wie das Wirtschaftsexperten sagen. Und deshalb sind sie auch der Weltöffentlichkeit jetzt nicht so bekannt wie etwa Apple, Coca-Cola oder auch Volkswagen. Und deshalb bezeichnen Wirtschaftsexperten diese speziellen Unternehmen als "Hidden Champions", was frei übersetzt so viel heißt wie heimliche oder verborgene Weltmeister. Erfunden hat diesen Begriff ein gewisser Hermann Simon aus Deutschland, und Hermann Simon war ursprünglich ein Wirtschaftsprofessor an der Universität, unter anderem in Harvard, und hat dann mit Partnern 1985 ein Beratungsunternehmen gegründet. Dieses Beratungsunternehmen ist ziemlich schnell gewachsen, ist heute in über 50 Ländern der Welt aktiv, speziell für Industrieunternehmen, und das Unternehmen heißt auch wie Simon, so ähnlich jedenfalls nicht ganz, aber Simon Kucher. Seit über drei Jahrzehnten analysieren die Experten bei Simon Kucher schon die "Hidden Champions", und zwar nicht nur jetzt also in Deutschland oder in Österreich, sondern weltweit. Und die Experten von Simon Kucher tun das auch nicht so Daumen mal Phi, sondern ziemlich wissenschaftlich mit genauen Zahlen und Daten.
Zurück nach Österreich muss man sagen, dass die österreichischen 160 "Hidden Champions" also eine große wirtschaftliche Bandbreite aufweisen. Die reicht von milliardenschweren Konzernen bis hin zu hochspezialisierten Mittelstandsbetrieben. Die meisten davon finden wir natürlich in Wien entlang der Donauachse bis nach Linz, dann gibt es auch noch viele Champions rund um Graz, dann natürlich im südlichen Niederösterreich und viele davon auch in Vorarlberg.
So, und damit ihr euch ein Bild machen könnt, von wem ich da jetzt rede, bringe ich euch drei Beispiele. Ein Beispiel kennt ihr sicher, das ist die Voestalpine. Da werdet ihr sagen, na ja, so verborgen und heimlich sind die nicht. Ja, in Österreich kennen wir die Voestalpine sehr gut, aber eben nicht alle rund um den Globus. Deswegen zählt die Voestalpine in einer speziellen Branche, dazu komme ich noch, eben auch zu den "Hidden Champions". Die Voest ist ja ein Technologie- und Stahlkonzern mit Hauptsitz in Linz, wie ihr wisst, und die beliefert so ziemlich alle Industriezweige, die wichtig sind rund um den Globus: die Automobilindustrie, die Luftfahrtindustrie, die Energieindustrie und auch die Maschinenbauindustrie.Jetzt ist natürlich die Voestalpine nicht der einzige Stahlkonzern auf der Welt, der eine gute Leistung erbringt, aber die Voestalpine hat sich in einem Segment besonders stark spezialisiert, und zwar im Bereich Werkzeugstahl. Und dort, in dieser wichtigen Branche, ist die Voestalpine Weltmeister. Werkzeugstahl ist ja ein besonderer Stahl, der, wie der Name schon sagt, für die Herstellung von Werkzeugen gebraucht wird, aber eben auch Maschinen. Und die Voestalpine ist ja eben nicht nur ein Unternehmen, das in Österreich oder in Europa aktiv ist, sondern rund um den Globus. Die Voestalpine hat nicht nur jetzt in Österreich Werke, sondern auch zum Beispiel in Brasilien oder auch in Indien. Und insgesamt beschäftigt die Voestalpine 50.000 Mitarbeiter. Ist also durchaus ein größerer Betrieb und, wie gesagt, im Bereich Werkzeugstahl auch Weltmeister.
Ein anderes Beispiel, das man vielleicht jetzt auch in Österreich nicht mehr so gut kennt, ist Rosenbauer. Rosenbauer ist ein weltweit führender Hersteller von Feuerwehrtechnik und Brandschutzsystemen. Also vor allem baut das Unternehmen Feuerwehrfahrzeuge, also Feuerwehrlöschfahrzeuge, muss man korrekterweise sagen, aber die entwickeln auch digitale Programme für den Katastrophenschutz, zum Beispiel. Rosenbauer hat seinen Sitz in Léonding in Oberösterreich und hat aber auch noch andere Werke in Europa und in den USA. Und insgesamt ist Rosenbauer in über 100 Ländern aktiv. Hauptexportmärkte sind in Europa hauptsächlich, dann die USA und Nordamerika, und die Feuerwehrlöschfahrzeuge in Saudi-Arabien, ja, die sind auch von Rosenbauer.
Als drittes Beispiel möchte ich dann noch ein Unternehmen nennen, das also die Bezeichnung "Hidden Champion" wahrscheinlich am besten trifft, weil die kennt man, außer man arbeitet dort, wahrscheinlich so ziemlich gar nicht, und das ist die Firma Komptech. Die sitzen im steirischen Fronleiten. Was machen die? Die stellen Maschinen und Anlagen für das Abfallrecycling her, und die machen das so gut, dass die Maschinen von Komptech in über 80 Ländern der Welt gefragt sind. Also die liefern in über 80 Länder und produktionstechnisch haben sie also ein Werk eben in der Steiermark in Fronleiten und dann noch eines in Slowenien - und immerhin beschäftigt Komptech auch über 700 Leute.Das sind also drei Beispiele, die ich nennen wollte, aber natürlich, wie schon anfangs gesagt, die Liste der österreichischen "Hidden Champions" ist lang.
Andere Unternehmen, die zum Beispiel dazugehören und von denen ihr wahrscheinlich schon einmal gehört habt, ist zum Beispiel der Kristallglaskonzern Swarovski, dann das Baustoffunternehmen Wienerberger oder der Seilbahnhersteller Doppelmayr. Ja, und dann gibt es Firmen, von denen ihr vermutlich eben noch nie etwas gehört habt. Das ist zum Beispiel Jungbunzlauer. Das ist ein Unternehmen, das hat ein Werk in der Gemeinde Laa der Thaya im nördlichen Niederösterreich an der Grenze zu Tschechien, und es ist Weltmarktführer bei der Produktion von Zitronensäure. Und die Kundenliste von Jungbunzlauer ist natürlich geheim, aber angeblich zählt auch Coca-Cola dazu, weil die Zitronensäure ja ein Teil der ebenfalls geheimen Coca-Cola-Formel ist.Hinter diesen verborgenen Weltmeistern gibt es also viele spannende Geschichten. Ja, und bei den Beratern von Simon Kucher werden diese Storys auch erfasst, und obendrein aktualisieren die Experten in Bonn bei Simon Kucher immer wieder diese Liste der "Hidden Champions". Und ich sage es auch im Sinne der Transparenz, ich habe die aktualisierte Liste neulich auch im Wirtschaftsmagazin "Boom" veröffentlicht, wo ich auch tätig bin.
Weltweit gibt es laut Simon Kucher ja derzeit rund 4.000 "Hidden Champions", und die meisten davon kommen aus Deutschland, nämlich 1.600.Und gemessen an der Bevölkerungszahl jetzt weist der deutschsprachige Raum überhaupt die höchste Dichte an "Hidden Champions" auf, also nicht in absoluten Zahlen, sondern in Relation zur Bevölkerungszahl. Und da gibt es auch ein Ranking, also pro Million Einwohner hat die Schweiz die meisten Champions, nämlich 20, gefolgt von Deutschland ungefähr auch 20, und an dritter Stelle kommt dann schon Österreich. Österreich hat pro Million Einwohner 17 "Hidden Champions". Jetzt wird man sich fragen, ja, warum ist das so? Das hat durchaus ein bisschen mit unserer unternehmerischen Tradition zu tun und auch mit unserer Geschichte, weil wir haben nämlich eine hohe Anzahl von mittelständischen Betrieben, die oft viele Jahrzehnte oder manchmal sogar, wie bei Rosenbauer, über 100 Jahre alt sind. Die haben sich also langsam entwickelt und spezialisiert.
Die Geschichte, wie schon gesagt, hilft uns auch, weil speziell jetzt über Westdeutschland, Österreich und die Schweiz ist nie der Kommunismus drübergefahren, sozusagen, der die gesamte Privatwirtschaft ausradiert hat. Und es ist auch nie so der Turbokapitalismus wie in den USA oder in Lateinamerika auch drübergefahren, wenn man das so sagen will, wo der Mittelstand von den ganz großen Multis an die Wand gedrückt wird.Deshalb zum Beispiel, apropos USA, haben die USA zwar große Multitech-Riesen, die wir alle kennen, also Apple bis Meta, aber erstaunlicherweise haben die USA nur 350 "Hidden Champions". Das ist also gerade mal ein Champion pro einer Million Einwohner.
Und wie schaut es mit China aus? Das ist ja die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, ja, mit Konzernen wie Huawei und TikTok, die kennen wir alle. Na ja, China kommt in absoluten Zahlen mittlerweile auch auf knapp 1.000 "Hidden Champions", aber pro Million Einwohner sind das nur 0,07 heimliche Weltmarktführer. Aber apropos heimlich: wer still und leise anfängt, kann es früher oder später zu einem weltbekannten Megakonzern bringen. Und Huawei zum Beispiel ist so ein Exemplar. Huawei wurde ja 1987 unter einem gewissen Ren Shengfei gegründet, mit einem Startkapital von heißen 4.000 €, und Huawei hat damals in der Provinz Shenzhen angefangen als Vertreiber von Netzwerkgeräten, also sogenannten Switches. Und heute ist Huawei, wie gesagt ein Weltkonzern.Die Chinesen checken natürlich immer, wenn etwas eine Zukunft hat, und die fördern die "Hidden Champions" massiv, ja, und haben mittlerweile sogar eine eigene Wirtschaftsuniversität dafür eingerichtet, und die Wirtschaftsuniversität ist übrigens benannt nach Professor Hermann Simon, der also begonnen hat, die "Hidden Champions" zu erforschen. In Europa gibt es in Skandinavien noch viele heimliche Weltmeister, dann in den Niederlanden, in Belgien und Italien. Frankreich und Großbritannien liegen dann schon eher weiter zurück.
Ja, jetzt muss man sich vielleicht noch die Frage stellen, wie wird man überhaupt so ein Champion, und da gibt es wieder ein paar Punkte, da muss man es fast sagen, das ist auch ein bisschen ähnlich wie im Sport, weil der erste Punkt ist natürlich die Frage: Will ich klein oder fein bleiben oder will ich hoch hinaus, will ich ganz vorne mitspielen? Und wie gesagt, es ist wie im Leistungssport, wenn ich in der Wirtschaft Champion werden will, muss ich ein ehrgeiziges Ziel haben. Also da müssen die Unternehmer und ihre Manager sagen: "Hey, wir wollen das und das schaffen", und dieses Ziel müssen sie dann konsequent verfolgen.Der zweite Punkt ist natürlich auch dann die Frage: Wo bin ich besser als die anderen? Ja, das ist überhaupt die Kernfrage, sprich Werkzeugstahl bei der Voestalpine, darauf haben die sich spezialisiert. In dem Bereich haben sie gesagt: "Da hauen wir uns voll rein, da schauen wir, dass wir die Besten werden". Und daran muss ein Unternehmen dann eben wie die Voestalpine arbeiten und sich auch ständig verbessern. Ja, und der dritte Punkt ist dann natürlich die weltweite Ausrichtung. Es hilft nichts, wenn ich nur in der Regionalliga spielen will, weil da werde ich nicht Weltmeister, das ist eh logisch, sondern ich muss mein Produkt in der ganzen Welt verkaufen.
Übrigens noch ein interessantes Detail: Die meisten "Hidden Champions" sind in Familienhand, das sind also Familienunternehmen, und zwar sieben von zehn. Das ist ein wenig überraschend, erklärt aber zugleich auch wahrscheinlich einen weiteren Grund, warum die "Hidden Champions" erfolgreich sind. Sie haben also eine stabile Führung, sie haben einen stabilen Eigentümer, im Unterschied zum Beispiel zu börse-notierten Unternehmen, wo Aktionäre kommen und gehen. Und die durchschnittliche Amtszeit einer Führungskraft, eines Managers, liegt bei diesen Familienunternehmen bei 20 Jahren, und das ist durchaus viel länger als bei Großkonzernen.Und das ist natürlich wichtig, wenn es einmal eine Krise gibt, ja, und wenn das Unternehmen sozusagen auch ein Problem hat, weil dann weiß man, man hat verlässliche Eigentümer, man hat verlässliche Führungskräfte, die ihr Ding einfach durchziehen und nicht die Nerven wegschmeißen. Und das zeigt sich dann auch, dass die Mitarbeiter sich sehr stark mit diesen Familienunternehmen identifizieren, ja, auch eine sehr starke, wie sagt man ja, Treue fast zu diesen Unternehmen haben. Das kann man messen, nämlich an der an der Personalfluktuation. Die ist bei diesen Familienunternehmen weitaus geringer als in anderen Betrieben.
Eines muss man aber auch sagen: Als "Hidden Champion" kann man natürlich auch sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Man muss sich ständig weiterentwickeln, die Konkurrenz schläft nicht, und man kann als "Hidden Champion" nämlich durchaus auch scheitern, wenn man eine falsche Entscheidung trifft, zum Beispiel.Und ein berühmtes Beispiel, das kennt ihr, das ist der Motorradhersteller KTM, der war auch einmal so ein "Hidden Champion", und dort hat man dann aber während der Covid-Pandemie so getan, als wäre nichts, ja, und man hat dann weiter Motorräder hergestellt, als gäbe es weltweit keine Lockdowns und keine Krise. Ja, und so wurden die Lager dann immer größer und größer, und bei KTM hat man gehofft, dass nach dem Ende der Pandemie die Motorräder dann weggehen wie warme Semmeln, aber das war dann eben nicht so, weil nach Covid brachen dann globale Absatzmärkte wie die USA ein, und die Folge war dann die Insolvenz.
Apropos Covid: Globale Krisen sind natürlich Gift für die "Hidden Champions", das ist immer eine besondere Herausforderung, wie der Ukrainekrieg oder jetzt der Irankrieg. Da können plötzlich also Absatzgebiete wegfallen oder die Kosten können explodieren, wie aktuell eben die Energiekosten.Der größte Feind der "Hidden Champions", aber speziell im deutschsprachigen Raum oder ganz speziell in Deutschland und Österreich, ist die Bürokratie. Die verursacht mittlerweile einen ziemlich hohen Aufwand, und dazu gibt es auch eine aktuelle Untersuchung des Instituts KMU Forschung Austria. Und die haben festgestellt, dass generell in der gewerblichen Wirtschaft in Österreich jährlich rund 320 Millionen Arbeitsstunden für bürokratische Aufgaben anfallen. Das entspricht 200.000 Vollzeitstellen, die also nicht für produktive Arbeit tätig sein können, sondern die sich mit Bürokratie herumschlagen müssen. Und die KMU Forschung Austria schätzt generell, dass die Bürokratie in Österreich inzwischen Kosten in der Höhe von rund 21 Milliarden Euro pro Jahr verursacht. Ich habe ein wenig nachgerechnet, also wenn ich mich nicht verrechnet habe, dann sind das so ungefähr 670 Euro pro Sekunde.
Und was bedeutet das jetzt alles für unsere Geldbörse? Na ja, mehr als es zunächst einen Anschein hat. Die rund 160 Unternehmen tragen nämlich wesentlich zum Wohlstand in unserem Land bei. Sie sind nämlich fast ausschließlich Produktionsunternehmen mit einem sehr hohen Exportanteil, sprich sie liefern also ihre Produkte, wie ich ja schon gesagt habe, rund um die Welt und verdienen dort das Geld, das uns hier dann zugutekommt. Und wir verdienen ja ungefähr, oder nicht wir, sondern die österreichische Wirtschaft, also wir alle, verdienen ungefähr 6 von 10 Euro im Ausland, und die "Hidden Champions" tragen eben wesentlich zu diesem Verdienst bei. Und auch da gibt es eine Statistik von Simon Kucher, die haben ausgerechnet, dass alle "Hidden Champions" in Österreich zusammen im Jahr 2024, aktuellere Zahlen gibt es noch nicht, einen Umsatz von 136 Milliarden Euro erzielt haben.Zum Vergleich: Der größte Industriekonzern in Österreich, die OMV, erzielte einen Umsatz von 24 Milliarden.
Die 136 Milliarden der "Hidden Champions" können sich also durchaus sehen lassen. Auch die Zahl der Beschäftigen. Alle "Hidden Champions" zusammen beschäftigen 577.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wer also bei einem der 160 "Hidden Champions" in Österreich arbeitet, hat schon einmal persönlich gute Karten, gute Voraussetzungen für seinen Job und muss sich sicher langfristig daher weniger Sorgen um seine Geldbörse machen, als vielleicht anderswo das der Fall ist. Aber auch für alle anderen natürlich im Land ist es gut, wenn wir so viele "Hidden Champions" haben, weil die schließlich ja auch Steuern zahlen und so, wie auch wir alle zusammen, unser Sozialsystem erhalten.
Die Liste der Hidden Champions findet ihr zum Download in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins BOMM unter dem Link https://senat.at/boom/
Ja, das war es für heute. Wie gesagt, wollte euch mal eine positive Story erzählen. Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit und freue mich, wenn ihr nächsten Freitag wieder bei "Cash or Crash" dabei seid.
Autor:in:Wolfgang Unterhuber |